Astrofotografie :: Planetarische Nebel - Abell 62

 

Planetarische Nebel - Abell 62 (zuletzt aktualisiert: 06.09.2014)

Abell 62 ist ein extrem lichtschwacher Planetarischer Nebel, dessen Form und Farbe stark an NGC 6781 im gleichen Sternbild erinnert. Nur ist dieser Nebel rund 16-mal lichtschwächer, so daß er sich vom üppigen Sterngewusel der Sommermilchstraße ohne Schmalbandfilter praktisch nicht mehr abhebt.

Aufnahmen mir Hα-Schmalbandfilter zeigen eine ausgeprägte ringförmige Struktur. Auch im Licht des angeregten Sauerstoffs leuchtet Abell 62, wenn auch nur noch halb so hell. Die Verteilung der leuchtenden Gase unterscheiden sich grundlegend, denn im OIII-Licht ist von der ringförmigen Struktur nichts mehr zu sehen. Vielmehr verbleibt ein kleiner, runder Nebelfleck mit leichtem Helligkeitsanstieg zur Mitte hin.

Entfernung und Ausdehnung von Abell 62 scheinen nicht bekannt zu sein. Auch ein schöner, blauer Zentralstern ist nicht sicher auszumachen.

Visuelle Beobachtung:
Gelegentlich wird von erfolgreichen Sichtungen mit OIII-Filter berichtet. Tatsächlich ist von diesem Nebel auf einer 1-minütigen Belichtung mit OIII-Filter nicht das geringste zu sehen, so daß ich mir eine erfolgreiche Sichtung selbst mit großen Instrumenten unter sehr guten Bedingungen beim besten Willen nicht vorstellen kann.

 
Allgemeine Objektdaten:
Objektgröße:      160´´
Helligkeit:       14,70 mag
mittlere FH:      25,51 mag/"²
Koordinaten:      19h 33m 18,4s / +10° 37' 08"
Sternbild:        Adler (Aquila [AQL])
 

Aufnahme & verwendete Aufnahmetechnik:

Abell 62
 
 
Abell 62
 
 
Abell 62
Abell 62
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2009-07-15 22:45 UTC
Montierung:       Meade LX200GPS (G
Teleskop:         Meade 10" SCT
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1014 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/4,0
Kamera:           ATiK 16IC-HS
Filter:           LRGB-Filtersatz + Schmalbandfilter
Einzelbelichtung: 60s
Stacking:         52
Belichtung eff:   432,7s
Bias/Rauschen:    970 ADU / 57 (53,9) RMS
Vb:               79,7 ×
Theor. Grenzgröße 21,5 mag
Theor. Grenz-FH   26,4 mag/"²
Bildfeld:         16,53' × 12,39'
Abbildungsmaßstab 1,51", 2,27"²/Px

Bedingungen:
Horizonthöhe:     52° 29´
rel. Extinktion:  0,25 mag
Seeing:           Mittel [5/10]
FWHM:             2,9 Pixel ≡ 4,4"
Transparenz:      5.5 fst
Himmelshelligk.:  20,41 mag/"²
Temperatur:       18°C

Aufnahmedetails:
L:   52 ×  60s
R:   56 ×  20s + 26 × 3s (Binning: 2)
G:   62 ×  30s + 30 × 3s (Binning: 2)
B:   71 ×  45s + 30 × 5s (Binning: 2)
Hα:   2 × 600s
OIII: 4 × 600s
Grenzgröße: 21,4 mag
Leitstern: 7,84m / 21´ 00" SW
Autoguiding: Guidedog 1.0.6 und Philips ToUcam (S/W-Mod)

Info:
Wie man beim Lesen der Aufnahmedetails schon erahnen kann - eine gute Darstellung dieses Planetarischen Nebels ist mit einigem Aufwand verbunden, zumal auch die realen Farben der hellsten Sterne im Bildfeld korrekt dargestellt werden sollen. Auf dem recht tiefen Luminanzbild war trotz einer gemessenen Grenzhelligkeit von 21,4 mag von Abell 62 praktisch nichts zu sehen.

Das 2. Bild
zeigt das praktisch unbearbeitete Summenbild der Hα-Aufnahme. Die Ringstruktur ist deutlich zu sehen. Dagegen zeigt das...

3. Bild
nur einen weit lichtschwächeren Nebelfleck, der in den beiden Spektrallinien des angeregten Sauerstoffs [OIII] glimmt. Und das trotz 40-minütigem Photonensammeln. Auffallend ist die völlig andere Verteilung.
 
 
https://astrofotografie.hohmann-edv.de/aufnahmen/Abell62.php
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