Astrofotografie :: Kometen - C/2007 E2 (Lovejoy)

 

Kometen - C/2007 E2 (Lovejoy) (zuletzt aktualisiert: 26.12.2007)

Komet C/2007 E2 wurde am 15.03.2007 von Terry Lovejoy mit einer "teleskoplosen" Digitalkamera zufällig entdeckt. Seit dem bewegt sich der kleine Brocken mit rund 500"/h ziemlich schnell in nördliche Richtung und durchstreifte zum Aufnahmezeitpunkt das Sternbild Adler. C/2007 E2 erreichte am 25.4.2007 seine geringste Entfernung von der Erde wobei seine Helligkeit maximal 7.5 mag erreichte.

Zum Aufnahmezeitpunkt befand sich C/2007 E2 in 1,1703 AE (=175.074.500 km) Entfernung zur Sonne und war 0.4504 AE (=67.379.000 km) von der Erde entfernt.

Visuelle Beobachtung:
Im Okular meines 10-Zollers war Lovejoy nur schwer zu erkennen - mehr als ein "nebliges Nichts" war einfach nicht zu sehen. Die angegebene Helligkeit von 8,5 mag erscheint mir daher reichlich zu hell.

 
Allgemeine Objektdaten:
Entfernung:       67.379.000 km
Helligkeit:       8,50 mag
Koordinaten:      19h 11m 43,2s / +05° 26' 00"
Sternbild:        Adler (Aquila [AQL])
 

Aufnahme & verwendete Aufnahmetechnik:

C/2007 E2 (Lovejoy)
C/2007 E2 (Lovejoy)
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-04-22 02:13 UTC
Montierung:       Meade LX200GPS (G
Teleskop:         Meade 10" SCT
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1436 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/5,7
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K - S/W-Mod
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max
Stacking:         270 aus 300, automatisch
Belichtung eff:   6,6s
Vb:               149,2 ×
Bildfeld:         8,58' × 6,44'
Abbildungsmaßstab 0,80", 0,65"², 262,8 km/Px

Bedingungen:
Horizonthöhe:     38° 31´
rel. Extinktion:  0,51 mag
Seeing:           Mittel-Gut [6/10]
Temperatur:       10°C


Info:
Es ist nicht ganz einfach, mit einer hinreichend langen Integrationszeit ein Objekt abzulichten, das mit satten 500"/h durch das Sternfeld rast. Entweder, man führt das Teleskop auf den Kometen nach, dann werden die Sterne zu langen Strichen auseinandergezogen. Oder, man führt "normal" nach, dann wird der Komet "langgezogen". Aber es gibt noch eine dritte Methode: Man mache viele kurz belichtete Aufnahmen und eliminiere den Kometen daraus, also nur das Sternfeld für sich. Dann nehme man jeweils 30 Bilder (=24s bei 5fps) und addiere sie. Aus den Summenbildern (auf denen der Komet bereits sichtbar ist) fertige man ein "finales" Summenbild an und richtet diese am Kometen aus. Die Strichspuren der Sterne werden entfernt und das Ganze mit dem reinen Sternfeld kombiniert.
 
 
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