Astrofotografie

Philips ToUcam PCVC 840K/20 - Aufnahmen
Worin liegen die besonderen Stärken dieser Webcam? Die ausführlich kommentierten Beispielaufnahmen sollen dies im doppelten Sinne des Wortes anschaulich machen.



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Philips ToUcam PCVC 840K/20 - Aufnahmen

Inhaltsverzeichnis:

  1. Sonne
  2. Mond
  3. Planeten
  4. DeepSky
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Dieser Beitrag geht auf die Stärken der ToUcam PCVC 840K/20 in der praktischen "Arbeit" am Teleskop ein. Es werden nacheinander verschiedene Objektkategorien gezeigt, die mit dieser Kamera an verschiedenen Teleskopen gemacht wurden. Jede Aufnahme ist ausführlich kommentiert, so daß sich ein sehr guter Überblick über das Können dieser Kamera verschaffen läßt.

 
Sonne
Bei einem Überfluß an Licht kann die ToUcam aufgrund ihrer Geschwindigkeit punkten. Durch die kurze Belichtungszeit wird außerdem das Seeing "eingefroren", so daß aus einer sehr großen Menge an Einzelaufnahmen einige besonders scharfe zum Aufaddieren verwendet werden können.
 
Sonnenfleckengruppe im April
640×480, 40.922 Bytes

Sonnenfleckengruppe im April
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-04-04 09:50 UTC
Teleskop:         SNS 60/750 Refraktor
Öffnung:            60 mm
Brennweite:       1500 mm (Barlow)
Öffnungsverh.:    f/25,0
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Filter:           Sonnenfilterfolie+IR-Sperrfilter
Einzelbelichtung: 1/500s, Gain: 0%, γ min
Weißabgleich:     34 (Rot) / 13 (Blau)
Stacking:         36 aus 990, handverlesen
Vb:               155,8 ×
Bildfeld:         8,21' × 6,16'
Abbildungsmaßstab 0,77" / 0,59"² / 558,6 Km pro Pixel

Info:
Nur zwei Wochen später folgte eine weitere, deutlich größere Fleckengruppe.
 
Fleckengruppe
320×320, 16.384 Bytes

Fleckengruppe
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-11-15 12:13 UTC
Teleskop:         SNS 60/750 Refraktor
Öffnung:            60 mm
Brennweite:       1500 mm (Barlow)
Öffnungsverh.:    f/25,0
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Filter:           Sonnenfilterfolie+IR-Sperrfilter
Einzelbelichtung: 1/250s, Gain: 33%, γ min
Weißabgleich:     40 (Rot) / 14 (Blau)
Stacking:         80 aus 1.500, handverlesen
Vb:               155,8 ×
Bildfeld:         4,11' × 4,11'
Abbildungsmaßstab 0,77" / 0,59"² / 552,4 km pro Pixel

Info:
Eine recht große Fleckengruppe tauchte in diesem Monat bei ca. 20° südlicher Breite der Sonnenoberfläche auf. Die wahre Ausdehnung des nördlichen Einzelflecks beträgt ca. 22.100 km, die des südlichen 20.800 km. Die Nord-Süd-Ausdehnung der Penumbra bringt es auf stattliche 81.800 km!

Um ein Gefühl davon zu vermitteln, von welchen Größenordnungen wir hier reden, habe ich der Aufnahme die Erde im korrekten Maßstab hinzugefügt. Diese wird eingeblendet, wenn man mit der Maus über die Aufnahme fährt.
 
Sonne im umgebauten Sucher
640×480, 8.190 Bytes

Sonne im umgebauten Sucher
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-02-02 11:34 UTC
Teleskop:         Meade Sucher 50/180
Öffnung:            50 mm
Brennweite:        180 mm
Öffnungsverh.:    f/3,6
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Filter:           Sonnenfilterfolie+IR-Sperrfilter
Einzelbelichtung: 1/5000s, Gain: 19%, γ min
Weißabgleich:     40 (Rot) / 13 (Blau)
Stacking:         335 aus 372, automatisch
Vb:               18,7 ×
Bildfeld:         68,45' × 51,34'
Abbildungsmaßstab 6,42" / 41,18"² / 4.586,2 km pro Pixel

Info:
Alte Sucher kann man hervorragend zu einem kameratauglichen "Mini-Teleskop" umbauen und damit Aufnahmen mit einem recht ordentlichen Blickfeld machen. Auch mit dem winzigen Chip der ToUcam...
 

 
Mond
Gleiches gilt für natürlich auch für Mondaufnahmen. Mit der Umrüstung dieser Kamera mit einem Schwarz-Weiß-Chip gewinnt man nicht nur einiges an Schärfe, sondern kann wegen der gesteigerten Empfindlichkeit auch die Belichtungszeit reduzieren, wodurch sich die Auswirkungen des Seeing deutlich verringern.
 
Mondkrater Plato
640×480, 32.768 Bytes

Mondkrater Plato
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-12-29 16:00 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       2950 mm
Öffnungsverh.:    f/11,6
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Filter:           IR-Sperrfilter
Einzelbelichtung: 1/250s, Gain: 30%, γ max
Weißabgleich:     32 (Rot) / 22 (Blau)
Stacking:         64 aus 1.000, handverlesen
Vb:               306,5 ×
Bildfeld:         4,18' × 3,13'
Abbildungsmaßstab 0,39" / 0,15"² / 695,8 m pro Pixel

Info:
Mondkrater Plato liegt am nördlichen Rand des Mare Imbrium und hat eine Durchmesser von ca. 100 km. Der Kraterboden wurde einst mit Lava überflutet und zeigt daher keinen Zentralberg. Der Wall erhebt sich bis 2.000 m über die Umgebung.
 
Kopernikus mit S/W-Kamera
640×480, 24.473 Bytes

Kopernikus mit S/W-Kamera
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-04-26 18:58 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       2950 mm
Öffnungsverh.:    f/11,6
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K - S/W-Mod
Filter:           IR-Sperrfilter
Einzelbelichtung: 1/250s, Gain: 10%, γ max
Stacking:         1.024 aus 1.200, automatisch
Belichtung eff:   0,1s
Vb:               306,5 ×
Bildfeld:         4,18' × 3,13'
Abbildungsmaßstab 0,39" / 0,15"² / 750,6 m pro Pixel

Info:
Zum Vergleich der selbe Krater mit einer baugleichen Webcam mit Schwarz-Weiß-Chip. Hier wird deutlich, daß das Fehlen der Bayermaske einen nicht zu unterschätzenden Schärfegewinn bringt.
 
Der Mond im 60mm-Fernrohr
640×480, 52.753 Bytes

 
 
Der Mond im 60mm-Fernrohr
640×480, 53.139 Bytes

 
 
Der Mond im 60mm-Fernrohr
640×480, 53.205 Bytes

Der Mond im 60mm-Fernrohr
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-08-30 23:14 UTC
Teleskop:         SNS 60/750 Refraktor
Öffnung:            60 mm
Brennweite:        750 mm
Öffnungsverh.:    f/12,5
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K - S/W-Mod
Filter:           Rotfilter
Einzelbelichtung: 1/100s, Gain: 6%, γ max
Stacking:         64 aus 259, automatisch
Vb:               77,9 ×
Theor. Grenzgröße 4,0 mag
Theor. Grenz-FH   8,8 mag/"²
Bildfeld:         16,43' × 12,32'
Abbildungsmaßstab 1,54" / 2,37"² / 2,688 km pro Pixel

Info:
Was tun, wenn der "Fast-Vollmond" die so seltenen Aufklarungen völlig deepskyuntauglich macht? Ganz einfach, man fotografiert ihn! So geschehen in der Aufnahmenacht bei erstaunlich gutem Seeing aber bedingt durch durchziehende Nebelschwaden einer lausigen Transparenz. So kam das alte Röhrchen nochmals zu Ehren, an dem die mit einem Schwarz-Weiß-Chip ausgerüstete Kamera hinter einem Rotfilter die erste Aufnahme machte.

2. Aufnahme:
Jedes Teleskop hat seinen eigenen Himmel! Während der 60-mm-Refraktor ein großen Ausschnitt auf unserem Begleiter anbietet, ist mit einem 10" SCT bei rund 2.900 mm Brennweite nur ein vergleichsweise winziger Ausschnitt zu sehen, der in diesem Bild als aufgehellter Bereich rechts von Tycho direkt am Terminator zu sehen ist.

3. Aufnahme:
Dafür bringt dieses weit leistungsfähigere Teleskop hier eine Detailfülle, die der 60-mm-Refraktor einfach nicht bieten kann. Zu sehen ist die Region um die Krater Metius im Norden, der stark verwitterte Janssen mit Fabricius darin und der Doppelkrater Steinheil / Watt im Süden der Aufnahme.
 

 
Planeten
Die Planeten verlangen nach sehr viel Brennweite. Das kostet nicht nur viel Licht, sondern verstärkt auch das Seeing erheblich. Trotzdem - mit der ToUcam können 300 Bilder pro Minute zum Rechner übertragen werden, so daß nach nur 10 Minuten eine ausreichende Menge an Einzelbildern zur Verfügung steht, aus der sich genügend ausreichend scharfe Exemplare selektieren lassen.
 
Merkur kurz vor Elongation
Merkur kurz vor Elongation
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-04-07 06:56 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       7500 mm (Barlow)
Öffnungsverh.:    f/29,5
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Filter:           IR-Passfilter 685nm
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 0%, γ min
Stacking:         36 aus 1.600, handverlesen
Belichtung eff:   1,2s
Vb:               779,2 ×
Bildfeld:         0,41' × 0,31'
Abbildungsmaßstab 0,15" / 0,02"² / 95,280 Km pro Pixel

Info:
Nur einen Tag vor Merkurs größter westlicher Elongation präsentiert sich der kleine Planet bei ausnahmsweise recht gutem Seeing als "Fast-Halbmöndchen". Da Merkur nun fast die Aphelstellung seiner Bahn erreicht hat, beglückt er den irdischen Beobachter nicht nur mit einem sehr großen Winkelabstand zur Sonne (Elongation), sondern auch mit einem für diese Stellung recht großen scheinbaren Durchmesser. Diesmal konnte Merkur satte 7,5m Brennweite locker "verdauen", auch wenn die Ausbeute an wirklich guten Einzelbildern eher gering war. Doch die wenigen, wirklich guten Einzelbilder zeigen tatsächlich andeutungsweise gewisse Albedostrukturen auf Merkur, die nach dem Stacken und (vorsichtigem!!!) Schärfen wesentlich deutlicher hervortreten.

Zur Aufnahme:
Ein nahe gelegener Hügel mit recht steil abfallendem Westhang konnte das Sonnenlicht davon abhalten, am Seeing zu "arbeiten", während Merkur zum Aufnahmezeitpunkt schon knapp über diesem Hügel stand.

Zur Bildbearbeitung:
Die Aufnahmen wurden im Infrarot gemacht, der blaue Himmel wurde am Schluß in schon erwähnter Manier der Aufnahme hinzugefügt. Nach dem Stacken wurde das Summenbild im FitsWork in die drei Farbkanäle zerlegt, Rot- und Grünkanal geschärft und "histogrammtechnisch" optimiert. Die dabei entstandenen, erstaunlich wenig verrauschten Bilder wurden nochmals mit Giotto aufaddiert. Ergebnis war ein zweites, fast perfektes Summenbild, das im nachhinein nicht einmal entrauscht werden mußte.

Nicht genau eingenordet.
 
Venussichel im Infrarot (3)
Venussichel im Infrarot (3)
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-07-26 13:10 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       2950 mm
Öffnungsverh.:    f/11,6
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K - S/W-Mod
Filter:           IR-Passfilter 685nm
Einzelbelichtung: 1/1000s, Gain: 13%, γ max
Stacking:         16 aus 4.200, handverlesen
Vb:               306,5 ×
Bildfeld:         1,04' × 1,04'
Abbildungsmaßstab 0,39" / 0,15"² / 101,6 km pro Pixel

Info:
10 Tage später: Abermals ist die Venussichel deutlich größer und schmaler geworden. Aus der großen Anzahl der aufgenommenen Bilder wurden diesmal nur die allerbesten selektiert, was für eine überraschend hohe Schärfe des Summenbilds gesorgt hat, welches nur noch geringfügig nachgeschärft werden mußte. Farbe und Hintergrund wurden wie in den vergangenen 2 Aufnahmen nachträglich hinzugefügt.
 
Jupiter mit GRF und Junior
320×320, 8.191 Bytes

Jupiter mit GRF und Junior
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-06-12 20:04 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       7500 mm (Barlow)
Öffnungsverh.:    f/29,5
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 0%, γ min
Stacking:         100 aus 1.500, handverlesen
Belichtung eff:   2,0s
Vb:               779,2 ×
Bildfeld:         0,82' × 0,82'
Abbildungsmaßstab 0,15" / 0,02"² / 515,6 km pro Pixel

Info:
Nur die geringe Horizonthöhe verhinderte eine wirklich prächtige Aufnahme der Jupiteratmosphäre, denn das Seeing war zum Aufnahmezeitpunkt recht gut.
 
Saturn mit sehr gutem Seeing
640×480, 8.176 Bytes

 
 
Saturn mit sehr gutem Seeing
320×320, 4.092 Bytes

 
 
Saturn mit sehr gutem Seeing
320×320, 4.094 Bytes

Saturn mit sehr gutem Seeing
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-03-12 19:16 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       7500 mm (Barlow)
Öffnungsverh.:    f/29,5
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Filter:           IR-Sperrfilter
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 30%, γ min
Weißabgleich:     32 (Rot) / 22 (Blau)
Stacking:         600 aus 5.000, handverlesen
Belichtung eff:   4,9s
Vb:               779,2 ×
Bildfeld:         1,64' × 1,23'
Abbildungsmaßstab 0,15" / 0,02"² / 931,6 km pro Pixel

Info:
Das Frühlingshoch, das sich in diesen Tagen über den Alpen breitgemacht hat, bescherte dem sonst nicht gerade "seeingverwöhnten" Alpenrand Bedingungen, über die wir Astrofotografen uns vielleicht einmal im Jahr freuen können. Das Seeing - ich habe es mehrfach nachgemessen hatte zeitweise einen FHWM von 1,4", ein absoluter Traumwert!!! So gelang auch die links gezeigte Aufnahme, der erste Teil einer aus 15.000 (!) Aufnahmen bestehenden Aufnahmeserie, die zur Zeit noch nicht vollständig ausgewertet ist.

2. Aufnahme:
In einigen Nuancen definierter wurde diese Saturnaufnahme durch Hinzufügen von weiteren 800 handverlesenen Einzelaufnahmen. So kann der lichtschwache C-Ring (innen) wesentlich deutlicher dargestellt werden.

Das 3. Bild
zeigt die am 29.12.2009 mit AviStack neu gestackte und überarbeitete Aufnahme. Durch das deutlich präzisere Stacken konnten die Schärfungsradien kleiner gehalten werden, wodurch sich noch ein wenig mehr Detail zeigt.
 

 
DeepSky
Der ToUcam ist es eigentlich egal, wielange die Photonen unterwegs gewesen sind, bis sie auf die lichtempfindlichen Zellen des CCD-Chips aufschlagen. Hauptsache, es gibt genügend davon. So liegen helle DeepSky-Objekte durchaus in Reichweite dieser Kamera, von denen es überraschend viele gibt. Für das Trennen enger Doppelsterne ist eine S/W-modifizierte ToUcam wegen des feinen Pixelrasters und der hohen Bildrate absolut unschlagbar.
 
Keid [&omicron
640×480, 2.900 Bytes

 
 
Keid [&omicron
Keid [&omicron
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-12-10 21:50 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1436 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/5,7
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max
Weißabgleich:     38 (Rot) / 19 (Blau)
Stacking:         1024 aus 1200, automatisch
Belichtung eff:   6,4s
Vb:               149,2 ×
Bildfeld:         8,58' × 6,44'
Abbildungsmaßstab 0,80" / 0,65"² / 4,1 AE pro Pixel

Info:
Der große Helligkeitsunterschied zwischen den Komponenten A und B/C machte zwei Ablichtungen mit unterschiedlichen Belichtungszeiten nötig. Komponente A wurde mit 1/50s, Gain=33%, γ=100% aufgenommen, wobei aus 600 Aufnahmen die besten 100 zur Addition herangezogen wurden. Beide Belichtungen wurden miteinander kombiniert, wobei besonderer Wert auf eine möglichst gute Farbtreue gelegt wurde. Komponente C strahlt, wie oben schon erwähnt, schwerpunktmäßig im Infrarot, so daß dieser Stern wegen der hohen Empfindlichkeit der Kamera in diesem Wellenlängenbereich deutlich zu hell erscheint. Die Helligkeitskurve ist in etwa logarithmisch.

Die zweite Aufnahme zeigt das unbehandelte Summenbild der kurz belichteten Aufnahmen für Keid A mit einem Helligkeitsverhältnis, so wie sich dieses Dreifachsystem im Okular eines 10-Zollers bei etwa 150-facher Vergrößerung präsentiert.
 
Spirograph-Nebel IC 418
640×480, 7.989 Bytes

Spirograph-Nebel IC 418
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-11-27 00:15 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       2832 mm
Öffnungsverh.:    f/11,1
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max
Weißabgleich:     38 (Rot) / 19 (Blau)
Stacking:         1024 aus 1200, automatisch
Belichtung eff:   12,8s
Vb:               294,2 ×
Theor. Grenzgröße 15,2 mag
Theor. Grenz-FH   18,6 mag/"²
Bildfeld:         4,35' × 3,26'
Abbildungsmaßstab 0,41" / 0,17"² / 250,1 AE pro Pixel

Info:
Die Aufnahme entstand bei kurzzeitig recht gutem Seeing und einer ausgezeichneten Transparenz. Da die verwendete Kamera im Rot der Wasserstofflinie weit empfindlicher ist als das menschliche Auge, konnte der Nebel um den Zentralstern herum bereits auf dem Livebild deutlich gesehen werden. Das Sternchen unten links hat eine scheinbare Helligkeit von 14,15 mag, so daß die Grenzhelligkeit bei gut 15 mag liegen dürfte.
 
Jupiters Geist mit mehr Brennweite
640×480, 32.763 Bytes

 
 
Jupiters Geist mit mehr Brennweite
Jupiters Geist mit mehr Brennweite
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-01-15 02:08 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1436 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/5,7
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max
Weißabgleich:     38 (Rot) / 19 (Blau)
Stacking:         1.024 aus 1.200, automatisch
Belichtung eff:   12,8s
Vb:               149,2 ×
Bildfeld:         8,58' × 6,44'
Abbildungsmaßstab 0,80" / 0,65"² / 345,3 AE pro Pixel

Info:
Bessere Bedingungen, mehr als doppelt soviel Brennweite und eine bessere Aufnahmetechnik - alles zusammen ergibt eben auch ein weit besseres Resultat. Die zweite Abbildung ist eine zweifache Vergrößerung, entsprechend fast 3 m Brennweite. Dieses Bild wurde noch etwas gründlicher geschärft und anschließend per Wavelet-Filter entrauscht.
 
M42 - Mosaik aus 4 Aufnahmen
1182×889, 32.515 Bytes

 
 
M42 - Mosaik aus 4 Aufnahmen
1024×768, 28.671 Bytes

M42 - Mosaik aus 4 Aufnahmen
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-11-28 00:40 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1436 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/5,7
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 40%, γ max
Weißabgleich:     38 (Rot) / 19 (Blau)
Stacking:         4 x 1024 aus 1200, automatisch
Belichtung eff:   0,8s
Vb:               149,2 ×
Bildfeld:         15,85' × 11,92'
Abbildungsmaßstab 0,80" / 0,65"² / 332,9 AE pro Pixel

Info:
Diese Aufnahme entstand bei gutem Seeing und einer großartigen Transparenz. Die Wintermilchstraße war links neben dem Orion bis hinunter zum Großen Hund deutlich zu sehen.

Es wurden jeweils 4 Aufnahmen zu je 1.024 Einzelbildern gemacht, diese bezüglich Farbe, Helligkeit und Kontrast angepaßt und in iMerge zu einem Mosaik zusammengefügt. Überlagert wurde das Ganze mit einer Aufnahme der hellsten Sterne mit der doppelten Brennweite, so daß im großen Bild sogar die Komponenten E und F im Trapez gerade noch zu erkennen sind.

Im kleinen Bild links werden die Sterne wegen der starken Verkleinerung in ihrer Leuchtkraft erheblich beeinträchtigt.

2. Aufnahme:
Sehr aufwendig gestaltete sich das Mosaik aus 16 Aufnahmen. Das riesige Gesamtbild wurde um 50% auf 1024 × 768 Pixel "bildschirmgerecht" verkleinert. Der Himmelsauschnitt umfaßt 27,3´ × 20,5´ - was immer noch nicht der gesamten Ausdehnung des Gasnebels entspricht.
 
Schwanennebel M 17
640×480, 24.474 Bytes

Schwanennebel M 17
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-07-19 21:47 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:        615 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/2,4
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 80%, γ max
Stacking:         900 aus 1.000, automatisch
Belichtung eff:   12,0s
Vb:               63,9 ×
Bildfeld:         20,03' × 15,03'
Abbildungsmaßstab 1,88" / 3,53"² / 0,054 Lj pro Pixel

Info:
Bessere Bedingungen an diesem Aufnahmetag und doppelt soviele Einzelbilder erlauben eine deutlich bessere Auflösung dieses Nebels. Die Aufnahme ist exakt eingenordet, Grenzhelligkeit ca. 15 mag.
 
Wildentenhaufen mit mehr Brennweite
640×480, 24.525 Bytes

Wildentenhaufen mit mehr Brennweite
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-07-25 22:21 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1318 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/5,2
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max
Stacking:         450 aus 500, automatisch
Belichtung eff:   8,5s
Vb:               136,9 ×
Bildfeld:         9,35' × 7,01'
Abbildungsmaßstab 0,88" / 0,77"² / 0,026 Lj pro Pixel

Info:
M11 mit 1.318mm Brennweite paßt zwar nicht mehr ganz in das Blickfeld, dafür sind die Sterne in ihm aber noch etwas besser aufgelöst.
 
Messier 15 [NGC 7078]
640×480, 49.039 Bytes

 
 
Messier 15 [NGC 7078]
512×512, 24.576 Bytes

Messier 15 [NGC 7078]
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-08-31 19:51 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1436 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/5,7
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max
Weißabgleich:     41 (Rot) / 18 (Blau)
Stacking:         12.050 aus 13.300, automatisch
Belichtung eff:   43,9s
Vb:               149,2 ×
Theor. Grenzgröße 17,1 mag
Theor. Grenz-FH   19,4 mag/"²
Bildfeld:         8,58' × 6,44'
Abbildungsmaßstab 0,80" / 0,65"² / 0,130 Lj pro Pixel

Info:
Eine weitere Ablichtung dieses schönen Kugelhaufens mit 1,4m Brennweite zeigt noch mehr Detail.

Was kann man aus einer Webcam überhaupt noch herausholen? Die zweite Abbildung zeigt eine sehr aufwendige Kombination aus 12.050 von 13.300 Einzelbildern (!), woraus sich eine Grenzhelligkeit von ca. 17 mag ergibt. Im Kleinbild ist die Position des Planetarischen Nebels Pease 1 markiert, wenn man die Maus darüber bewegt. Die Aufnahme ist präzise eingenordet.
 
M 104 in S/W
640×480, 40.960 Bytes

 
 
M 104 in S/W
640×480, 20.480 Bytes

M 104 in S/W
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-04-21 22:27 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1155 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/4,5
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K - S/W-Mod
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max
Weißabgleich:     32 (Rot) / 22 (Blau)
Stacking:         4.096 aus 4.800, automatisch
Belichtung eff:   25,6s
Vb:               120,0 ×
Theor. Grenzgröße 17,3 mag
Theor. Grenz-FH   20,4 mag/"²
Bildfeld:         10,67' × 8,00'
Abbildungsmaßstab 1,00" / 1,00"² / 135,8 Lj pro Pixel

Info:
"Nur" gut 4.000 Aufnahmen mit einer monochromen ToUcam reichen für die links gezeigte Aufnahmequalität aus - auch wenn die Transparenz eher dürftig war.

Das zweite Bild zeigt ein L-RGB-Komposit aus der vorausgegangenen Farbaufnahme. Langsam scheint die Grenze für Galaxienaufnahmen mit einer kurzbelichtenden ToUcam erreicht zu sein...
 
Messier 94 [NGC 4736]
640×480, 40.899 Bytes

 
 
Messier 94 [NGC 4736]
Messier 94 [NGC 4736]
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-04-28 21:15 UTC
Teleskop:         Celestron C14
Öffnung:           356 mm
Brennweite:       1612 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/4,5
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K - S/W-Mod
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max
Stacking:         1.024 aus 1.200, automatisch
Belichtung eff:   12,8s
Vb:               167,5 ×
Bildfeld:         7,64' × 5,73'
Abbildungsmaßstab 0,72" / 0,51"² / 50,372 Lj pro Pixel

Info:
Die Empfindlichkeitssteigerung durch den Einsatz eines Schwarz-Weiß-Chips in einer ansonsten "naturbelassenen" ToUcam ist wirklich beachtlich und konnte M 94 erstaunlich viele Details entlocken, so auch die flockig wirkenden Sternentstehungsgebiete um das helle Zentrum herum.

Wie hell M 94 ist, zeigt das zweite Bild recht eindrucksvoll. Es ist eine nahezu unbearbeitete Einzelaufnahme (nur Darkabzug)...
 
Messier 77 [NGC 1068, Cetus A], Arp 37
640×480, 16.363 Bytes

 
 
Messier 77 [NGC 1068, Cetus A], Arp 37
640×480, 16.369 Bytes

 
 
Messier 77 [NGC 1068, Cetus A], Arp 37
640×480, 16.380 Bytes

 
 
Messier 77 [NGC 1068, Cetus A], Arp 37
640×480, 16.340 Bytes

Messier 77 [NGC 1068, Cetus A], Arp 37
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-10-17 23:14 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1436 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/5,7
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max
Weißabgleich:     38 (Rot) / 19 (Blau)
Stacking:         21.800 aus 24.000, automatisch
Belichtung eff:   59,1s
Vb:               149,2 ×
Theor. Grenzgröße 17,7 mag
Theor. Grenz-FH   20,0 mag/"²
Bildfeld:         8,58' × 6,44'
Abbildungsmaßstab 0,80" / 0,65"² / 182,9 Lj pro Pixel

Info:
Bei nur mäßigem Seeing, dafür aber einer absolut bärigen Transparenz entstanden in 5 Aufnahmeserien rund 6.000 Aufnahmen von dieser faszinierenden Galaxie. Rund 1.000 davon addiert, ergeben ein Abbild, wie im oberen Bild gezeigt. Dies ist bereits schon etwas mehr als im Okular des verwendeten Instruments zu sehen ist: Ein heller Kern, umgeben von einem diffusen aber immer noch hellen Zentralbereich.

2. Aufnahme:
Nach 5.120 Additionen sieht man schon deutlich mehr als im Okular. Die Grenzhelligkeit liegt immerhin schon bei 16,5 mag. Weitere Aufnahmen zur Erhöhung der Grenzhelligkeit sind in den nächsten Monaten geplant.

3. Aufnahme:
Insgesamt 21.800 Additionen stellt die Geduld des Fotografen schon auf eine harte Probe, läßt die Galaxie aber noch um einiges klarer erscheinen. Die Grenzhelligkeit liegt bei ca. 17,5 mag.

4. Aufnahme:
Am 27.11.2006 mogelte sich ein Asteroid in die Aufnahme. Es handelt sich dabei um [619] Triberga, ein 34 km kleiner Brocken im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Der Abstand zur Erde betrug zum Aufnahmezeitpunkt 220.710.000 km, Triberga´s scheinbare Helligkeit lag bei 13,4 mag.

8 Sequenzen aus je 256 Einzelaufnahmen, die in einem Abstand von 15 Minuten gemacht wurden, zeigen in dieser Montage den Weg des Asteroiden durch das Sternfeld in der Nähe von M77.
 
 
 
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