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Supernova 2012aw in Messier 95



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Supernova 2012aw in Messier 95

Einzelheiten, Bilder und Daten zur überaus hellen Supernova, die im März 2012 im südlichen Teil der Spiralgalaxie Messier 95 entdeckt wurde.

Entdeckung und Lage:

Supernova SN 2012aw wurde am 16.3.2012 von Paolo Fagotti, Alessandro Dimai und Jure Skvarc unabhängig voneinander entdeckt, was nicht weiter wundert, denn an diesem Tag hatte diese SN bereits eine stattliche Helligkeit von ca. 15 mag. Zwei Tage später war die Supernova knapp 2 Magnituden heller.

Messier 95 mit SN 2012awSN 2012aw befindet sich 2½´ südlich vom Kern der Galaxie Messier 95 (Abbildung). Es wird allgemein davon ausgegangen, daß der die SN 2012aw verursachende Stern Teil dieser Galaxie ist, weswegen wir von einer Entfernung von ca. 38 Mio. Lichtjahren ausgehen können. Die Position dieser SN wird eingeblendet, wenn man die Maus über das Vorschaubild bewegt.

Die genauen Koordinaten: 10h 43m 53,72s / +11° 40' 18"
 

Typ:

Spektralanalysen haben gezeigt, daß SN 2012aw ausgeprägte Wasserstofflinien zeigt und daher vom Typ II-P ist. Dies bedeutet, daß hier ein großer Stern mit mindestens 8-facher Sonnenmasse zu einem Neutronenstern oder zu einem Schwarzen Loch kollabiert ist und vorher einen großen Teil seines Materials in einer fulminanten Explosion davongeschleudert hat. Die Feineinteilung "P" sagt etwas über den Helligkeitsverlauf aus, wobei ´P´ ein länger anhaltendes ´Helligkeitsplateau´ im Bereich des Maximums anzeigt.
 

Helligkeit:

Zum Aufnahmezeitpunkt hatte SN 2012aw eine stolze scheinbare Helligkeit von 13,3 mag (absolut: -17 mag) und hat damit die Maximalhelligkeit erreicht.

SN 2012awAusschnitt um SN 2012aw 2-fach vergrößert

Zum Aufnahmezeitpunkt am 21.3.2012 20:30UTC war diese Supernova deutlich als kräftig blau leuchtender ´Stern´ sichtbar. Auf Grund der Farbe kann man sich leicht vorstellen, daß das leuchtende Material extrem heiß ist (besser gesagt - war, denn die Explosion hat sich in Wirklichkeit vor rund 38 Millionen Jahren ereignet), eine Temperatur von mindestens 50.000°C wird es wohl gewesen sein. Welche unglaublichen Kräfte bei einer solchen Explosion am Werk sind, übersteigt allerdings unsere kühnsten Phantasien. Beispielsweise werden die Atome zu den schwersten Elementen zusammengebacken, die wir kennen: Vom Gold über Blei, Uran bis zum Plutonium ist alles dabei. Ein Überflug mit der Maus über das Vorschaubild zeigt den Vergleich mit einer früheren Aufnahme: An der Stelle der Supernova war nicht das geringste zu sehen, offenbar war dieser Stern nicht Mitglied eines großen Sternhaufens, wie man es manchmal gut sehen kann.
 
 
 
 
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