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Kameraauswahl: Kleinbildkameras



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Kameraauswahl: Kleinbildkameras

Was bei der Auswahl von Kleinbildkameras bei der digitalen Astrofotografie zu beachten ist: Die heute besonders weit verbreiteten und preisgünstigen Kleinbildkameras verfügen über hochauflösende Kamerachips mit Pixelabständen um 6µm, sowie Auflösungen von 4 Megapixel und aufwärts.


Moderne Kleinbildkameras sind dank Massenproduktion bei guter Qualität sehr preiswert geworden. Daher ist gerade dieser Kameratyp sehr weit verbreitet und kann natürlich auch in der Astrofotografie eingesetzt werden. Allerdings mit einer kleinen Einschränkung, denn bei den meisten Kameras ist das Ojektiv fest mit der Kamera verbunden und kann nicht abgenommen werden, was diesen Kameratyp für die fokale Projektion unbrauchbar macht.

Eigenschaften:
Doch auch mit der afokalen Okularprojektion lassen sich sehr gute Astrofotografien machen, sofern man sich an die auf der genannten Seite beschriebenen Ratschläge hält. Sollte jedoch ein Neukauf anstehen, sollte eine Kleinbildkamera nach folgenden Gesichtspunkten überprüft werden:
  • Farbrauschen: Wie stark rauscht der Kamerachip? Dazu bei ca. 20°C Umgebungstemperatur probeweise eine dunkle, einfarbige Fläche unterbelichtet aufnehmen. In einem Bildbetrachter stark aufhellen. Sind viele auffällige Farbpunkte zu sehen, die dort nicht hingehören? Beachte, daß das Farbrauschen mit steigender Temperatur und Belichtungszeit stark zunimmt! Beides sollte im vergleichenden Test möglichst konstant gehalten werden.
  • Objektivöffnung: Eine Kamera mit kleiner Objektivöffnung ist zwar weniger lichtstark, hat aber bei der Okularprojektion große Vorteile!
  • Auflösung: Hat die Kamera eine ausreichende Auflösung? So 4-5 Megapixel sollten es schon sein...
  • Fernauslösung: Verfügt die Kamera über eine Fernauslösung oder über eine verzögerte Auslösung?
  • Stativgewinde: Ist ein genormtes Stativgewinde in der Unterseite der Kamera vorhanden?
  • Kontrolle: Kann man während des Fokussierens das "Livebild" auf dem TFT-Bildschirm an der Rückseite der Kamera sehen und von diesem auch eine "Live-Ausschnittsvergrößerung" machen?
Besondere Vorteile:
Mit ihrem feinen Pixelraster auf einem mittelgroßen Chip lassen sich alle kleinen und hellen Himmelsobjekte problemlos ablichten. Durch die eher geringe Rauschneigung des Chips müssen nur wenige Bilder kombiniert werden, um gute Ergebnisse zu erzielen. Durch den geringen Preis dieses Kameratyps ist dieser in den meisten Haushalten bereits vorhanden und muß dann nicht extra angeschafft werden.
Nachteile:
Digitale Kleinbildkameras haben drei Hauptnachteile:
  • Die in praktisch allen Kameras verbauten CMOS-Chips haben gegenüber den CCD-Chips eine weit geringere Empfindlichkeit, was eine meist um die 10-mal längere Belichtungszeit erfordert.
  • Die maximale Belichtungszeit ist meist auf einige Sekunden begrenzt. Damit sind fast alle DeepSky-Objekte mit einer solchen Kamera unerreichbar.
  • Das mit der Kamera fest verbundene Objektiv läßt nur eine afokale Okularprojektion zu, was mit einer aufwendigen Fixierung der Kamera am Okular verbunden ist.
Fazit:
Digitale Kleinbildkameras sind als preiswerte "Digiknipsen" sehr weit verbreitet und werden nur allzu oft zur Ablichtung irdischer Motive "mißbraucht". Zum Einstieg in die Astrofotografie kann man mit ihr schon die ersten wertvollen Erfahrungen sammeln. Bei geringem Budget sollte dann aber bald die Anschaffung einer guten Webcam in Betracht gezogen werden, oder, falls entsprechende finanzielle Mittel vorhanden sind, auch eine "echte" Astrokamera.
Allgemeine technische Daten:
Brennweite:     7,5 - 30mm (meist zoombar)
Auflösung:      4,1 -  6 Megapixel
Chipdiagonale: 12,7 - 22 mm
Pixelabstand:   4,9 -  7 μm
 
 
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