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Besondere Sterne



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Besondere Sterne

Aufnahmen und ausführliche Informationen zu besonderen Sternen mit Beschreibung der jeweils verwendeten Aufnahmetechnik.

Wer glaubt, daß Sterne absolut langweilige Himmelsobjekte sind, der irrt gewaltig! Am ehesten trifft das Prädikat "langweilig" vielleicht noch auf unsere furchtbar durchschnittliche Sonne zu, aber da draußen ist nichts mehr so, wie wir es kennen.

  • Da gibt es Sterne, die es mal ganz locker auf den 1.000-fachen Sonnendurchmesser bringen.
  • Oder so richtig schwere Brocken mit der 100-fachen Sonnenmasse, der 50.000-fachen Leuchtkraft unserer Sonne aber dafür nur eine extrem kurze Lebensdauer von nur einigen Millionen Jahren. Solche Sterne verabschieden sich mit einem furiosen Feuerwerk, einer Supernova und hinterlassen in der Regel ein Schwarzes Loch und eine riesige Gas- und Staubwolke, aus der neue "metallreiche" Sterne entstehen können.
  • Oder Weiße Zwerge mit Oberflächentemperaturen von über 100.000 K und einem Durchmesser von weniger als 20.000 km.
  • Oder das Pendant dazu - ein Roter Zwerg, nur wenig größer als Jupiter und dunkelrot vor sich hinglimmend aber dafür mit einer Lebenserwartung ausgestattet, die das gegenwärtige Alter unseres Universums bei weitem übersteigt.
  • Stern oder Planet? Bei den Braunen Zwergen hat die "Sternwerdung" nicht ganz geklappt, hier verschwimmen die Grenzen zum Gasplanet.
  • Vielleicht darf es zur Abwechselung auch mal ein Neutronenstern sein, dessen Material so dicht ist, daß ein Teelöffel (ca. 5 ml) davon rund 5 Milliarden Tonnen wiegt!
Neben diesen Extremen gibt es zahlreiche Sterne, die ständig ihre Helligkeit ändern. Man nennt sie Veränderliche, wobei es hier wieder - je nach Ursache - die unterschiedlichsten Typen gibt. Nein, langweilig ist das Thema Sterne wirklich nicht.

 
 

Die Beobachtung:
Die meisten "verrückten" und für jedermann beobachtbare Sterne sind gar nicht mal so weit von uns entfernt. Meist sind es nur einige 100 Lichtjahre, bei den leuchtkräftigen Überriesen können es auch mal ein paar 1.000 Lichtjahre sein, um sie noch problemlos im Okular des heimischen Amateurteleskops betrachten zu können. Was dem aufmerksamen Beobachter beim Betrachten der vielen Sterne sofort auffallen wird, sind die unterschiedlichen Farben der Sterne - ein bunter Mix vom kräftigen Rot über Gelb, Weiß bis hin zum leuchtenden Blau. Zurückzuführen sind diese unterschiedlichen Farben auf die sehr unterschiedlichen Oberflächentemperaturen dieser Sterne. Und das ist auch der Grund dafür, daß man schon sehr früh damit begonnen hat, die Sterne in Spektralklassen einzuteilen:

 

Spektralklassen

Um die vielen unterschiedlichen Sterne besser einordnen zu können, haben sich die sogenannten Spektralklassen eingebürgert. Diese Spektralklassen beruhen auf die Entdeckung Joseph von Fraunhofers im Jahr 1813, daß das Spektrum der Sonne dunkle Absorptionslinien aufweist.

Im wesentlichen gibt es die 10 Spektralklassen O, B, A, F, G, K, M, L, T und Y - diese sind, grob gesagt, absteigend nach Oberflächentemperatur sortiert:

 
KlasseFarbeTemperaturBeispiel
OBlau> 30.000 KNa´ir al Saif
BBläulich10.000 - 30.000 KRigel
ALeicht blaustichig7.500 - 10.000 KKaitain
FWeiß-minimal blaustichig6.000 - 7.500 KZeta Aqr
GLeicht gelblich5.000 - 6.000 KUnsere Sonne
KGelb-Orange3.500 - 5.000 KEpsilon Eridani
MOrange-Rot2000 - 3.500 KWolf 359
LTiefrot / Infrarot1300 - 2000 K2MASS J03521086+0210479
TTiefrot / Infrarot700 - 1300 KIPMS J013656.57+093347.3
YInfrarot< 700 K-
 

Neben diesen 10 Spektralklassen findet sich fast immer noch eine Ziffer zwischen 0 und 9. Diese "Zusatzzahl" gibt genauere Auskünfte über den Stern, der einer bestimmten Spektralklasse angehört, wobei die 0 ´besonders heißes Exemplar´ bedeutet und mit 9 ´beinahe eine Spektralklasse tiefer´ gemeint ist. Die Spektralklassen L, T und Y bezeichnen Braune Zwerge. Der Übergang zwischen Braunen Zwergen vom Typ Y und großen Gasplaneten ist fließend, da es keine klare Abgrenzung zwischen diesen beiden Objekttypen gibt.

 

Beispiel:

Während Lalande 21185 zwar ein Roter Zwerg ist, aber eben ein noch einigermaßen heller seiner Klasse, bekommt er das ´Prädikat´ M2, also ´heißer Hellroter´. Dagegen glimmt Wolf 359 nur äußerst lichtschwach und dunkelrot vor sich hin, daher wird er der Klasse M6 zugeordnet.

 

Die 17 Aufnahmen (Übersicht):

(Liste nach Rektaszension sortiert)
SternMagAbs mEntf.RaDec
 Unsere Sonne -26.8 m 4.87 m 0,000016 Lj  
 
 
 
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