Emissionsnebel - M42 Zentrum
M 42, der Große Orionnebel, ist nicht nur ein riesiges und mittlerweile auch recht gut erforschtes Sternentstehungsgebiet, sondern es ist auch das uns am nächsten gelegene. In ihm wurden bereits zahlreiche "Sternenbabys" entdeckt, die gerade angefangen haben, die sie umgebenen Staubscheiben davonzublasen. Auf diese Weise können wir von M42 sehr viel über die Entstehung unseres eigenen Sonnensystems lernen.
Visuelle Beobachtung:
Der Große Orionnebel M42 ist der mit Abstand hellste aller Gasnebel, die wir von Mitteleuropa aus sehen können. Er ist so abartig hell, daß er bereits im Feldstecher auffällt. Im 60-mm-Kleinteleskop sind bei Vergrößerungen um 30 × bereits deutliche Strukturen im Nebel zu erkennen. Der Blick durch das langbrennweitige Okular an einem 10-Zoller ist schon eine echte Offenbarung! Nebelschwaden, die Sterne in den unterschiedlichsten Farben umgeben und teilweise auch einhüllen. Nimmt man einen 20-Zoller her, dann besteht höchste Suchtgefahr ;=}
M42 ist besonders leicht zu finden, denn er befindet sich direkt unterhalb der drei Gürtelsterne des Orion und ist zusammen mit seinen hellen Sternen darin und der helle Na´ir al Saif unmittelbar darunter bereits mit dem bloßen Augen gut zu sehen.
Allgemeine Objektdaten: Objektgröße: 85´ × 60´ Entfernung: 1.350 Lj Ausdehnung: 26 Lj Helligkeit: 4,00 mag mittlere FH: 21,98 mag/"² Abs.Helligkeit: -4,08 mag Koordinaten: 05h 35m 16,1s / -05° 23' 07" Sternbild: Orion (ORI)
Aufnahmen & verwendete Aufnahmetechnik:
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M42 ZentrumAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2006-03-01 18:56 UTC Teleskop: Meade 10" LX200GPS Öffnung: 254 mm Brennweite: 2832 mm Öffnungsverh.: f/11,1 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 20%, γ max Stacking: 240 aus 481, automatisch Belichtung eff: 6,2s Vb: 294,2 × Bildfeld: 4,35' × 3,26' Abbildungsmaßstab 0,41" / 0,17"² / 168,8 AE pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 36° 0´ rel. Extinktion: 0,58 mag Seeing: Schlecht [2-3/10] Temperatur: -5°C Info: Ein 10" SCT, eine optimierte ToUcam ohne IR-Sperrfilter liefert dann ein solches Resultat. Die rot leuchtenden HII-Regionen sind in diesem Gasnebel deutlich zu erkennen. Durch die kurze Belichtungszeit der Einzelaufnahmen sind die hellen Sterne im "Trapez" nicht zu stark überbelichtet und werden so ziemlich "okulargetreu" abgebildet. Leider hat das ziemlich schlechte Seeing an diesem Abend eine annähernd punktförmige Abbildung zuverlässig verhindert... |
![]() 668×550, 16.378 Bytes ![]() | M42 komplettAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2006-03-25 18:54 UTC Teleskop: Meade 10" LX200GPS Öffnung: 254 mm Brennweite: 615 mm (Reducer) Öffnungsverh.: f/2,4 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 55%, γ max Weißabgleich: 36 (Rot) / 19 (Blau) Stacking: 922 aus 1024, automatisch Belichtung eff: 12,1s Vb: 63,9 × Bildfeld: 20,91' × 17,22' Abbildungsmaßstab 1,88" / 3,53"² / 777,4 AE pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 29° 22´ rel. Extinktion: 0,77 mag Seeing: Mittel [5/10] Temperatur: 6°C Info: Verwendet man einen Reducer, die die Brennweite des Teleskops auf etwa 1/4 verkürzt, dann hat man nicht nur 16 × soviel Licht zur Verfügung, sondern bekommt auch ein viermal so großes Gesichtsfeld. Die Belichtung läßt sich dann sehr präzise so einstellen, daß die drei hellsten Trapezsterne (bzw. alle Sterne bis ca. 6 mag) ganz leicht sättigen. Somit kann die Kamera Sterne bis ca. 12 mag so gerade eben noch im Livebild zeigen. Nach dem Stacken gewinnt man noch einmal rund 2 Größenklassen ohne zuviel Rauschen zu produzieren. Die Aufnahme wurde am 12.4.2006 neu bearbeitet (Farbbalance, Bildfeldrotation) Norden ist oben. |
![]() 640×480, 16.275 Bytes ![]() | M42 [NGC 1976] TestaufnahmeAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2006-10-18 01:07 UTC Teleskop: Meade 10" LX200GPS Öffnung: 254 mm Brennweite: 1436 mm (Reducer) Öffnungsverh.: f/5,7 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 40%, γ max Weißabgleich: 38 (Rot) / 19 (Blau) Stacking: 1.024 aus 1.200, automatisch Belichtung eff: 12,8s Vb: 149,2 × Bildfeld: 8,58' × 6,44' Abbildungsmaßstab 0,80" / 0,65"² / 332,9 AE pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 30° 39´ rel. Extinktion: 0,73 mag Seeing: Mäßig [4/10] Temperatur: 5°C Info: Diese Aufnahme war eigentlich nur ein Test für ein späteres Mosaik aus 4 Aufnahmen, um die optimalen Kameraparameter zu ermitteln. Diese haben schon recht gut gestimmt. Zwar war das Seeing zum Aufnahmezeitpunkt nicht gerade gut, dafür hatte der Himmel über Bad Tölz eine exzellente Transparenz. |
![]() 1182×889, 32.515 Bytes ![]() 1024×768, 28.671 Bytes ![]() | M42 - Mosaik aus 4 AufnahmenAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2006-11-28 00:40 UTC Teleskop: Meade 10" LX200GPS Öffnung: 254 mm Brennweite: 1436 mm (Reducer) Öffnungsverh.: f/5,7 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 40%, γ max Weißabgleich: 38 (Rot) / 19 (Blau) Stacking: 4 x 1024 aus 1200, automatisch Belichtung eff: 0,8s Vb: 149,2 × Bildfeld: 15,85' × 11,92' Abbildungsmaßstab 0,80" / 0,65"² / 332,9 AE pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 36° 45´ rel. Extinktion: 0,56 mag Seeing: Gut [7/10] Temperatur: 3°C Info: Diese Aufnahme entstand bei gutem Seeing und einer großartigen Transparenz. Die Wintermilchstraße war links neben dem Orion bis hinunter zum Großen Hund deutlich zu sehen. Es wurden jeweils 4 Aufnahmen zu je 1.024 Einzelbildern gemacht, diese bezüglich Farbe, Helligkeit und Kontrast angepaßt und in iMerge zu einem Mosaik zusammengefügt. Überlagert wurde das Ganze mit einer Aufnahme der hellsten Sterne mit der doppelten Brennweite, so daß im großen Bild sogar die Komponenten E und F im Trapez gerade noch zu erkennen sind. Im kleinen Bild links werden die Sterne wegen der starken Verkleinerung in ihrer Leuchtkraft erheblich beeinträchtigt. 2. Aufnahme: Sehr aufwendig gestaltete sich das Mosaik aus 16 Aufnahmen. Das riesige Gesamtbild wurde um 50% auf 1024 × 768 Pixel "bildschirmgerecht" verkleinert. Der Himmelsauschnitt umfaßt 27,3´ × 20,5´ - was immer noch nicht der gesamten Ausdehnung des Gasnebels entspricht. |
![]() 640×480, 16.303 Bytes ![]() 640×480, 20.478 Bytes ![]() | M42 im KaufhausteleskopAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2007-01-14 22:47 UTC Teleskop: SNS 60/750 Refraktor Öffnung: 60 mm Brennweite: 750 mm Öffnungsverh.: f/12,5 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max Weißabgleich: 38 (Rot) / 19 (Blau) Stacking: 480 aus 500, automatisch Belichtung eff: 8,8s Vb: 77,9 × Bildfeld: 16,43' × 12,32' Abbildungsmaßstab 1,54" / 2,37"² / 637,5 AE pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 36° 45´ rel. Extinktion: 0,56 mag Seeing: Gut [7/10] Temperatur: 5°C Info: Um zu demonstrieren, daß die Ablichtung heller DeepSky-Objekte auch mit einer absolut minimalistischen Ausrüstung gelingt, habe ich M42 mal mit der Webcam an meinem Leitrohr abgelichtet. Die Bedingungen waren nicht die besten, denn ständig zogen Wolken durch die Aufnahme. Eine größere Wolkenlücke hat dann schließlich doch noch 500 Aufnahmen zugelassen. Wichtig ist bei solchen Aufnahmen, daß man trotz der Linsenoptik auf den Sperrfilter verzichtet, der im Hα-Licht des Gasnebels sonst zu viel Licht kostet. Auch wenn´s ein wenig Schärfe kostet. 2. Aufnahme: Selbstverständlich läßt sich auch hier die Qualität durch "Photonensammeln" noch erheblich steigern. Für diese Aufnahme wurden insgesamt 1.560 Einzelaufnahmen addiert und der untere Teil des Histogramms bis an die Rauschgrenze gedehnt. |
![]() 512×400, 8.147 Bytes ![]() | M42 im umgebauten SucherAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2007-02-17 20:18 UTC Teleskop: Meade Sucher 50/180 Öffnung: 50 mm Brennweite: 180 mm Öffnungsverh.: f/3,6 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K Filter: IR-Sperrfilter Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 70%, γ max Weißabgleich: 38 (Rot) / 19 (Blau) Stacking: 2.700 aus 3.000, automatisch Belichtung eff: 20,8s Vb: 18,7 × Bildfeld: 54,76' × 42,78' Abbildungsmaßstab 6,42" / 41,18"² / 0,042 Lj pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 34° 10´ rel. Extinktion: 0,63 mag Seeing: Mittel [5/10] Temperatur: 0°C Info: Diese Aufnahme ist nur als Demonstration dafür gedacht, daß sich der Große Orionnebel auch mit absolut minimalistischen Mitteln gut fotografieren läßt. Verwendet wurde kein Teleskop, sondern der umgebaute Sucher. |
![]() 659×494, 32.685 Bytes ![]() | M42 im H&alphaAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2007-09-20 02:30 UTC Teleskop: Meade Sucher 50/180 Öffnung: 50 mm Brennweite: 180 mm Öffnungsverh.: f/3,6 Kamera: ATiK 16IC-HS Filter: RGB-Filtersatz + Schmalbandfilter Einzelbelichtung: 3,0s Stacking: 508 (Hα+R+G) Belichtung eff: 67,6s Bias/Rauschen: 270 ADU / 22 (21,3) RMS Vb: 14,2 × Bildfeld: 1,55° × 1,16° Abbildungsmaßstab 8,48" / 71,91"² / 0,056 Lj pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 28° 6´ rel. Extinktion: 0,82 mag Seeing: Mittel [5/10] Himmelshelligk.: 21,77 mag/"² Temperatur: 7°C Hα: 105 × 20s R: 201 × 3s G: 202 × 3s B: 204 × 3s Info: Wieder eine Aufnahme mit dem umgebauten Sucher, diesmal aber mit Hα-Filter für Luminanz und einer Astrokamera. Die sehr hellen Sterne im Bildfeld, allen voran Nair al Saif, haben trotz geringer Öffnung und Schmalbandfilter nur 20 s Belichtungszeit pro Einzelaufnahme zugelassen. Am 7.2.2008 sind dann die RGB-Aufnahmen für das HαRG-HαRGB-Komposit entstanden. |
![]() 1024×684, 81.920 Bytes ![]() | M42 mit der DSLRAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2009-11-19 01:39 UTC Teleskop: SNS 60/750 Refraktor Öffnung: 60 mm Brennweite: 783 mm Öffnungsverh.: f/13,1 Kamera: Canon EOS 1000 D Einzelbelichtung: 10s @ ISO 800 Stacking: 6 Belichtung eff: 24,5s Bias/Rauschen: 2 ADU / 50 RMS (auf 16 Bit bezogen) Vb: 40,0 × Theor. Grenzgröße 15,2 mag Theor. Grenz-FH 23,1 mag/"² Bildfeld: 51,25' × 34,24' Abbildungsmaßstab 3,00" / 9,02"² / 1.243,0 AE pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 36° 5´ rel. Extinktion: 0,57 mag Seeing: Schlecht [2-3/10] FWHM: 2,3 Pixel ≡ 6,9" Reale Auflösung: 2.858,9 AE Transparenz: 5.5 fst Temperatur: 6°C Grenzhelligkeit: 15,2 mag Info: Messier 42 im ´Kleinen´ mit dem großen Chip der DSLR bietet ein großes reales Bildfeld, jedoch ist die Flächenhelligkeit wegen des ungeeigneten, in der DSLR verbauten Sperrfilters und zusätzlich wegen der geringen Blende äußerst gering. Kaum ein Vergleich zu vorangegangenen Ablichtung mit Schmalbandfilter. |
![]() 1024×768, 69.382 Bytes ![]() | M42 mit der EOS 300 DaAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2010-02-18 18:55 UTC Teleskop: SNS 60/750 Refraktor Öffnung: 60 mm Brennweite: 783 mm Öffnungsverh.: f/13,1 Kamera: Canon EOS 300 Da Einzelbelichtung: 30s @ ISO 200 Stacking: 9 Belichtung eff: 90,0s Bias/Rauschen: 40 ADU / 31 RMS (auf 16 Bit bezogen) Vb: 30,8 × Theor. Grenzgröße 15,4 mag Theor. Grenz-FH 23,8 mag/"² Bildfeld: 66,54' × 49,90' Abbildungsmaßstab 3,90" / 15,20"² / 0,026 Lj pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 36° 53´ rel. Extinktion: 0,55 mag Seeing: Mäßig [4/10] FWHM: 2,3 Pixel ≡ 9,0" Reale Auflösung: 0,059 Lj Transparenz: 5.5 fst Temperatur: 2°C Grenzhelligkeit: 15,4 mag Info: Im Vergleich zur unmodifizierten EOS 1000 zeigt die modifizierte EOS 300 Da deutlich mehr Detail im Emissionsnebel, da hier ein speziell für Astroaufnahmen geeigneter Sperrfilter eingebaut wurde. Daß Aufnahmen irdischer Motive damit nicht mehr möglich sein sollen, kann ich überhaupt nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil, im Rotkanal rauscht es durch die geringere Nachverstärkung deutlich weniger. |
![]() 1024×848, 184.011 Bytes ![]() | Südöstlicher Orion mit M42Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2011-01-03 21:48 UTC Teleskop: Weltblick MC 1:3.5/135 Öffnung: 38 mm Brennweite: 135 mm Öffnungsverh.: f/3,5 Kamera: Canon EOS 300 Da Einzelbelichtung: 30s @ ISO 400 Stacking: 38 Belichtung eff: 184,9s Bias/Rauschen: 675 ADU / 80 RMS (auf 16 Bit bezogen) Vb: 5,3 × Theor. Grenzgröße 15,4 mag Theor. Grenz-FH 26,8 mag/"² Bildfeld: 6,43° × 5,33° Abbildungsmaßstab 22,61" / 511,34"² / 0,148 Lj pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 38° 30´ rel. Extinktion: 0,51 mag Seeing: Mäßig [4/10] FWHM: 1,9 Pixel ≡ 43,0" Reale Auflösung: 0,281 Lj Transparenz: 5.5 fst Temperatur: -8°C Info: Die weitwinklige Aufnahme reicht von den beiden linken Gürtelsternen Alnitak und Alnilam ganz oben bis hinunter zum Großen Orionnebel Messier 42. Leider ist die Tiefe dieser Aufnahme nicht ausreichend um Barnards Loop abzubilden. |



![M42 [NGC 1976] Testaufnahme](img/gasnebel/m42.2006-10-18.01-07UTC.kl.jpg)








