Astrofotografie

Raw-Format - Farbinterpolation
Viele Farbkameras können ihre Bilder auch im Raw-Format abspeichern. In Fitswork kann dann eine für die jeweile Aufnahme geeignete Farbinterpolation gewählt werden.



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Raw-Format - Farbinterpolation

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  Interpolation Farbmatrix Farbmatrix verschieben vertikal Farbmatrix verschieben horizontal 2 weitere Reihen Schema laden Schema speichern Pixelfilter Farben multiplizieren Bias Rawbild multiplizieren Highlights errechnen Größenverhältnis bei chrom. Abberation Farbbild generieren Fenster schließen

Die Bildqualität einer astronomischen Aufnahme, die mit einer Farbkamera gemacht wurde, kann durch das Verwenden des Raw-Formats, soweit verfügbar, erheblich gesteigert werden. Zum einen ist die Bitbreite und damit die Feinheit der Helligkeitsabstufungen beträchtlich höher, und zum anderen kann die Bildqualität durch die Wahl der geeigneten Farbinterpolation nochmals beträchtlich gesteigert werden.

 

Dialog zur Farbinterpolation

Die Einstellungen in dem folgenden Dialog werden auf ein Schwarz-Weißbild angewendet, dessen Pixel von einem Farbchip stammen, ein Bild im sogenannten ´Raw-Format´. Die vielfältigen Einstellmöglichkeiten machen es möglich, aus praktisch jedem beliebigen ´Farbchip-Raw´ mit einer geeigneten Farbinterpolation ein optimales Farbbild zu erstellen.

Dialog zur Farbinterpolation
Der rechts gezeigte Dialog ist ´mausaktiv´ und zeigt die Wirkung der einzelnen Bedienelemente, wenn man den Mauszeiger darüber bewegt.

 
 

Methoden

Die Wirkung der einzelnen Methoden zur Farbinterpolation sollen im folgenden nochmals genauer untersucht werden. Dazu wurde das Raw eines Dunkelbilds verwendet, das aus der Kamera EOS 400 D von Canon stammt.
 

LinearLinear

Satte Farben aber dafür etwas unscharf, es ist aber die einzige Methode, die man auch für ´nicht Bayer´ Sensoren einsetzen kann. Für Bayer Sensoren sind die anderen Methoden stets besser geeignet. Bei Motiven irdischen Ursprungs gilt das sogar in besonderm Maße, da sie oft schlimmere Kontraste und Muster aufweisen.
 

VNGV.N.G. Color Correction

Sehr scharf, farblich ein wenig blaß wirkend, was aber durch nachträgliches Erhöhen der Farbsättigung ausgeglichen werden kann - in gewissen Grenzen natürlich.
 

KimmelMod. Kimmel

Noch etwas schärfer, aber farblich ebenfalls etwas ´schmalbrüstig´.
 

AstroAstro

Etwas weicher und sehr gute Farben.
 

 

Schmalbandaufnahmen

Hier werden je nach gefilteter Spektrallinie nur rote (SII, NII, Hα), grüne (OIII) oder blaue (Hß, HeII) Pixel belichtet, die übrigen tragen nur zur Erhöhung des Rauschens bei. Eine Farbinterpolation sollte hier deshalb nicht gemacht werden, statt dessen nur ein ´Herauspicken´ der gewünschten Pixel. Naturgemäß wird das resultierende Bild nur 25% der maximal möglichen Pixel haben, dafür aber maximal scharf und rauscharm sein. Folgender Versuch dazu um die korrekte Funktionsweise zu überprüfen:
 

Künstliches RawEs wurde ein künstliches Raw angefertigt, bei dem nur jeweils ein rotes, grünes und blaues Pixel ´belichtet´ wurde. Weiter unten wurden nochmal gezielt zwei grüne Pixel ´belichtet´. Die leichte ´Rauschuntermalung´ soll für einen realitätsnahen Eindruck sorgen. Nun schicken wir das Raw durch die Farb´interpolation´ nach der Methode ´Bayer, schnelle Vorschau, halbe Größe´ ...
 

farbinterpoliert, halbe Größe... und wir sehen, daß diese Methode genau das tut was sie auch tun sollte: Ein einzelnes grünes Pixel mit halber Helligkeit und jeweils ein rotes und blaues Pixel mit voller Helligkeit. Drunter dann noch ein grünes Pixel mit voller Helligkeit.
 

Fazit:

Die Optionen zur Farbinterpolation lassen in Fitswork keine Wünsche mehr offen, denn es läßt sich aus jedem ´Raw´ ein für die jeweilige Aufnahmesitiuation optimale Farbinterpolation finden. Ein weiteres gutes Argument, bei Astroaufnahmen mit einer DSLR-Kamera stets mit Bildern im Raw-Format zu arbeiten. Mehr kann man aus einer solchen Kamera dann nicht mehr herausholen.

 
 
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