Astrofotografie

Emissionsnebel - Schwanennebel M 17



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Emissionsnebel - Schwanennebel M 17

Messier 17 Schwanennebel Messier 17 ist ein höchst aktives Sternentstehungsgebiet und mit einer unglaublichen Leuchtkraft von 560.000 Sonnen einer der hellsten HII-Regionen in unserer Milchstraße. Seine Entfernung zu uns positioniert ihn direkt im Sagittariusarm unserer Milchstraße, nur ca. 300 Lichtjahre vom ´Nachbar´ M 16 entfernt.

In der Dunkelwolke westlich des ´Schwanenhalses´ verbirgt sich ein großer, sehr junger Sternhaufen mit über 2.200 Einzelsternen, einige davon sind mit 60 Sonnenmassen gewaltige Blaue Riesen vom Spektraltyp O. Die große Molekülwolke um Messier 17 besitzt genügend Material, um etwa 10.000 Sterne von der Größe unserer Sonne hervorzubringen. Man geht davon aus, daß etwa 35 Sterne zu diesem Nebelkomplex gehören, die diesen zum Leuchten anregt. Diese Sterne sind jedoch im sichtbaren Licht nicht auszumachen, da sie von Dunkelwolken verdeckt werden.

Im Zentrum des hellen westlichen Teils von Messier 17 fand das HST eine kleine, markante und tiefschwarze Gas- und Staubwolke mit einer realen Ausdehnung, die ungefähr dem zehnfachen unseres Sonnensystems entspricht. Typischerweise kollabieren solche kalten Wolken (Globulen) in recht kurzer Zeit zu Sternen, so daß wir hier die Geburt eines neuen Sonnensystems in ihrer Frühphase beobachten können.

Visuelle Beobachtung (10" SCT):
Schwanennebel Messier 17 ist unglaublich hell! In einem guten Fernglas ist er bereits nicht mehr zu übersehen. Im kleinen Kaufhausfernrohr wird man diesen Nebel bereits als imposante Erscheinung genießen können. Setzt man dann ein 10"-Teleskop bei ca. 100-facher Vergrößerung ein, dann wird man die volle Schönheit dieses Nebels erleben und diesen Anblick niemals vergessen. Knapp nördlich von M 17 befindet sich eine lose Ansammlung von Sternen, die in recht unterschiedlichen Farben leuchten. Damit gehört M 17 zu den schönsten Objekten an unserem Himmel.

 
Allgemeine Objektdaten:
Objektgröße:      40´ × 30´
Entfernung:       ca. 5.910 Lj
Ausdehnung:       ca.    70 Lj
Helligkeit:       6,00 mag
mittlere FH:      22,40 mag/"²
Abs.Helligkeit:   -9,50 mag
Koordinaten:      18h 20m 48,0s / -16° 11' 00"
Sternbild:        Schütze (Sagittarius [SGR])
 

Aufnahmen & verwendete Aufnahmetechnik:

Schwanennebel M 17
Schwanennebel M 17
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-06-14 00:54 UTC
Montierung:       Meade LX200GPS (G
Teleskop:         Meade 10" SCT
Öffnung:           254 mm
Brennweite:        615 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/2,4
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 80%, γ max
Stacking:         450 aus 500, automatisch
Belichtung eff:   8,5s
Vb:               63,9 ×
Bildfeld:         19,41' × 24,04'
Abbildungsmaßstab 1,88", 3,53"², 0,054 Lj/Px

Bedingungen:
Horizonthöhe:     25° 13´
rel. Extinktion:  0,93 mag
Seeing:           Gut [7/10]
Temperatur:       13°C

Mosaik aus zwei Aufnahmeserien:
 8.6.2006 3:01 MESZ (oberer Teil)
14.6.2006 2:54 MESZ (unterer Teil)

Info:
Die beiden Aufnahmeserien entstanden an zwei verschiedenen Tagen. Am 14.6. störte viel Mondlicht die Aufnahmeserie für den unteren Teil des Mosaiks.
 
Schwanennebel M 17
Schwanennebel M 17
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-07-19 21:47 UTC
Montierung:       Meade LX200GPS (G
Teleskop:         Meade 10" SCT
Öffnung:           254 mm
Brennweite:        615 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/2,4
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 80%, γ max
Stacking:         900 aus 1.000, automatisch
Belichtung eff:   12,0s
Vb:               63,9 ×
Bildfeld:         20,03' × 15,03'
Abbildungsmaßstab 1,88", 3,53"², 0,054 Lj/Px

Bedingungen:
Horizonthöhe:     26° 6´
rel. Extinktion:  0,89 mag
Seeing:           Mittel-Gut [6/10]
Temperatur:       19°C


Info:
Bessere Bedingungen an diesem Aufnahmetag und doppelt soviele Einzelbilder erlauben eine deutlich bessere Auflösung dieses Nebels. Die Aufnahme ist exakt eingenordet, Grenzhelligkeit ca. 15 mag.
 
M 17 mit der CCD
M 17 mit der CCD
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-07-16 23:05 UTC
Montierung:       Meade LX200GPS (G
Teleskop:         Meade 10" SCT
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1075 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/4,2
Kamera:           ATiK 16IC-HS
Filter:           RGB-Filtersatz
Einzelbelichtung: 10,0s
Stacking:         114 (nur Rot)
Belichtung eff:   106,8s
Vb:               84,5 ×
Theor. Grenzgröße 18,9 mag
Theor. Grenz-FH   23,6 mag/"²
Bildfeld:         15,59' × 11,69'
Abbildungsmaßstab 1,42", 2,02"², 0,041 Lj/Px

Bedingungen:
Horizonthöhe:     24° 20´
rel. Extinktion:  0,96 mag
Seeing:           Mäßig [4/10]
FWHM:             3,2 Pixel ≡ 4,5"
Reale Auflösung:  0,130 Lj
Transparenz:      5.5 fst
Temperatur:       20°C

Aufnahmedetails:
R: 114 × 10s
G: 113 × 10s
B: 164 × 10s
Hellster Wert: 35906 (R, 9,39 mag)

Info:
Selbst bei nicht ganz optimalen Bedingungen bezüglich Seeing und Transparenz lassen sich mit relativ kurzen Belichtungszeiten hervorragende Aufnahmen von diesem hellen Gasnebel anfertigen. Das Bild ist ein R-RGB-Komposit, denn der überwiegend rot leuchtende Nebel zeigt dort die mit Abstand üppigste Detailfülle. Die etwas ins "gelblich-rosa" abgedriftete Farbtönung ist echt und rührt daher, daß diese Gaswolken im Grünen und sogar ein wenig im Blauen durchaus noch eine nicht unerhebliche Leuchtkraft haben.
 
M 17 mit der DSLR
M 17 mit der DSLR
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2009-09-08 19:38 UTC
Montierung:       Meade LX200GPS (G
Teleskop:         Meade 10" SCT
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1120 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/4,4
Kamera:           Canon EOS 1000 D
Einzelbelichtung: 10s @ ISO 800
Stacking:         36
Belichtung eff:   60,0s
Bias/Rauschen:    317 ADU / 66 RMS (auf 16 Bit bezogen)
Vb:               57,2 × (Abbildung 1/2)
Theor. Grenzgröße 17,8 mag
Theor. Grenz-FH   24,8 mag/"²
Bildfeld:         23,79' × 20,99'
Abbildungsmaßstab 2,10", 4,41"², 0,060 Lj/Px

Bedingungen:
Horizonthöhe:     23° 57´
rel. Extinktion:  0,98 mag
Seeing:           Mäßig [4/10]
FWHM:             2,7 Pixel ≡ 5,7"
Reale Auflösung:  0,162 Lj
Transparenz:      5.0 fst
Temperatur:       14°C

Grenzhelligkeit:  17,0 mag
Hellster Wert:    30895 (16 Bit, 10,2 mag)
Raw dekodiert in Fitswork mit "halbe Größe"

Info:
Die unmodifizierte DSLR zeigt im Hα erwartungsgemäß einige Schwächen, woduch sich die schwachen Ausläufer dieses Gasnebels nur noch andeutungsweise darstellen lassen. Auch der Reducer (0,33) paßt ganz und gar nicht zum riesigen Kamerachip, was sich u.a. durch die starke Verzerrung der Sternabbildung in den Randbereichen äußert.
 
Messier 17 mit kleiner Optik
Messier 17 mit kleiner Optik
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2014-07-03 22:45 UTC
Montierung:       EQ5
Teleskop:         TS Individual ED APO 70/420
Öffnung:            70 mm
Brennweite:        420 mm
Öffnungsverh.:    f/6,0
Kamera:           Canon EOS 300 Da
Einzelbelichtung: 30s @ ISO 800
Stacking:         49
Belichtung eff:   210,0s
Bias/Rauschen:    411 ADU / 109 RMS (auf 16 Bit bezogen)
Vb:               16,5 × (Abbildung 1/2)
Theor. Grenzgröße 17,7 mag
Theor. Grenz-FH   25,7 mag/"²
Bildfeld:         3,12° × 2,08°
Abbildungsmaßstab 7,27", 52,83"², 0,208 Lj/Px

Bedingungen:
Horizonthöhe:     26° 6´
rel. Extinktion:  0,89 mag
Seeing:           Mäßig [4/10]
FWHM:             1,3 Pixel ≡ 9,4"
Reale Auflösung:  0,271 Lj
Transparenz:      5.5 fst
Temperatur:       14°C

Grenzhelligkeit:  18,1 mag

Info:
Eine kleine und entsprechend kurzbrennweitige Optik bildet das Sterngewusel der Milchstraße viel besser ab als eine große Optik und hat außerdem den Vorteil, bei ausreichend guter Nachführgenauigkeit ohne das aufwendige und fehlerträchtige Autoguiding auszukommen. Die verwendete Montierung EQ5 "verwackelte" nur 29% der Aufnahmen mit 30s Belichtungszeit. Südlich von Messier 17 ist übrigens der helle Sternhaufen Messier 18 gut zu erkennen.
 
 
 
 
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