Astrofotografie :: Variables Ebnen

 
Ein unebner Bildhintergrund stellt den Astrofotografen vor eins der schwersten Probleme. Die erweiterte Menüoption ´Ebnen variabel´ in Fitswork löst dieses Problem in den meisten Fällen.

Variables Ebnen

Inhaltsverzeichnis:

  1. Einführung
  2. Das Problem
  3. Lösung in FitsWork
Radius Manuell maskieren Maskieren Maskierung löschen Berechnen Ok Abbrechen Fitswork - ebnen variabel

Menüpunkt: Bearbeiten - Ebnen - Hintergrund ebnen variabel <Strg>+H

 

Einführung:
Je tiefer ein Himmelsobjekt belichtet wird - dabei spielt es keine Rolle ob durch eine einzige lange Belichtung oder durch eine entsprechende Menge aufsummierter kürzer belichteter Teilaufnahmen - stets wird man vor einem der schwersten Probleme in der Astrofotografie stehen: Dem im allgemeinen höchst uneben Hintergrund, was einem stärkeren Dehnen des Histogramms unter Umständen sehr enge Grenzen setzt, und das noch lange bevor sich das Rauschen bemerkbar macht. Somit können lichtschwache Bildteile nicht mehr dargestellt werden, denn diese versinken hoffnungslos in der "Hügellandschaft" des unebnen Hintergrunds. Mit geeigneten Flatfieldaufnahmen kann man dem recht effizient entgegenwirken, jedoch gelingt auch damit meist keine 100%-ige Ebnung. Noch schlimmer ist es, wenn man diese Flatfieldaufnahmen schlichtweg vergißt, was mir selbst schon öfters passiert ist.

 

Das Problem...
... sieht man sofort an den folgenden beiden Aufnahmen:

M 105 nicht geebnet Unebner Hintergrund

Das bewußt sehr stark gedehnte Summenbild von M 105 und seinen Nachbargalaxien zeigt die Auswirkungen eines nicht besonders gut passenden Flatfields. (Ok, ich gebs ja zu, hab hier schon wieder vergessen Flats aufzunehmen, und das Masterflat hat nicht besonders gut gepaßt...)
 
M 105 geebnet Variabel geebnet

Nach der variablen Ebnung durch FitsWork zeigt sich nun ein völlig anderes Bild - hier treten lichtschwache Einzelheiten deutlich hervor, und auch die Galaxien heben sich nun viel besser vom Hintergrund ab. Selbstverständlich läßt sich das Differenzbild noch weiter glätten und entrauschen, was das Rauschen nach Abzug vom Original nochmals beträchtlich reduziert.

Besonders deutlich wird der Unterschied, wenn man mit dem unebnen Bild blinkt. Dazu einfach mal die Maus über das Bild bewegen.
 

 

Lösung in FitsWork
Seit der Version 3.70 wurde die Menüoption "Hintergrund ebnen variabel" stark überarbeitet und erweitert. Über den o.g. Menüpunkt erreicht man diesen Dialog. Schon bei seinem Start wird eine Kopie des angesprochenen Bilds im Arbeitsfenster erzeugt, das gleichzeitig als Vorschaubild dient, wenn die Schaltfläche "Berechnen" angeklickt wird.

Fitswork - ebnen variabel
 
Der Dialog zum variablen Ebnen

ist übersichtlich und nur auf die reine Funktionalität beschränkt. Hier gibt es einige sehr leistungsstarke Funktionen um den Bildhintergrund recht sauber zu ebnen. Eine Reise mit der Maus über die einzelnen Funktionselemente zeigt an dieser Stelle wie es geht.
 
Zum Schluß noch eine wichtige Bemerkung: Der Verwendung eines guten Flatfields sollte immer und unbedingt der Vorzug gegeben werden! Die Resultate werden auf jeden Fall deutlich besser sein, auch wenn mit dieser neuen Option in Fitswork ein unebener Hintergrund mit flächigen Objekten darin erstaunlich gut "restauriert" werden kann. Trotzdem gilt nach wie vor der Grundsatz ´Ein gutes Rohbild ist durch nichts zu ersetzen, außer durch ein noch besseres
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