Unser Mond
Unser Mond ist nach der Sonne das von uns aus gesehen zweithellste Himmelsobjekt. Bereits in einem 8×30 Taschenfernglas lassen sich am "Terminator", der Schattengrenze, die ersten Krater erkennen.
Unser Erdtrabant läßt sich besonders gut beobachten, wenn er an einem Frühlingabend als zunehmender Halbmond besonders hoch steht.
Der Blick durch ein Kaufhausteleskop mit 60 mm Öffnung ist bereits eine kleine Offenbarung: Krater mit Zentralbergen, dunkle Ebenen und helle Gebirgszüge erfreuen das Auge des Beobachters. Wählt man ein größeres Instrument ab ca. 20 cm Öffnung, dann ist der Blick auf unseren kosmischen Begleiter ein eindrucksvolles Erlebnis. Feine Details in den Felsen der Kraterränder, sowie Rillen und Verwerfungen in den weiten Ebenen sind darin bei gutem Seeing nicht zu übersehen.
Mondaufnahmen & verwendete Aufnahmetechnik:
Wegen der großen Menge der Mondaufnahmen habe ich auf eine Übersicht umgestellt, auf der nur die jeweils netteste Aufnahme gezeigt wird. Die Links führen dann jeweils zu allen Aufnahmen, die in den betreffenden Jahr gemacht wurden.
![]() 1088×1232, 184.022 Bytes ![]() | Aufnahmen von Mond 2005Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2005-12-10 20:30 UTC Teleskop: SNS 60/750 Refraktor Öffnung: 60 mm Brennweite: 750 mm Öffnungsverh.: f/12,5 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K Filter: IR-Sperrfilter Einzelbelichtung: 1/100s, Gain: 0%, γ max Stacking: 25 aus 256 Vb: 77,9 × Bildfeld: 27,93' × 31,62' Abbildungsmaßstab 1,54" / 2,37"² / 2,818 Km pro Pixel Info: Ein Mondmosaik läßt sich im "iMerge" sehr schön anfertigen, wenn man die Einzelaufnahmen in das Arbeitsfenster kopiert und diese grob ausrichtet. Ein Rechtsklick auf eine markante Struktur veranlaßt iMerge, die Ausrichtung sehr präzise vorzunehmen, wobei an dieser Stelle optimiert wird. Automatisches Aufhellen sollte man allerdings abschalten, da es leicht zu Sättigungseffekten führt. Dagegen sollte das "Feathering" eingeschaltet werden, denn das funktioniert dort sehr gut. |
![]() 640×480, 32.768 Bytes ![]() | Aufnahmen von Mond 2006Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2006-12-29 16:00 UTC Teleskop: Meade 10" LX200GPS Öffnung: 254 mm Brennweite: 2950 mm Öffnungsverh.: f/11,6 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K Filter: IR-Sperrfilter Einzelbelichtung: 1/250s, Gain: 30%, γ max Weißabgleich: 32 (Rot) / 22 (Blau) Stacking: 64 aus 1.000, handverlesen Vb: 306,5 × Bildfeld: 4,18' × 3,13' Abbildungsmaßstab 0,39" / 0,15"² / 695,8 m pro Pixel Info: Mondkrater Plato liegt am nördlichen Rand des Mare Imbrium und hat eine Durchmesser von ca. 100 km. Der Kraterboden wurde einst mit Lava überflutet und zeigt daher keinen Zentralberg. Der Wall erhebt sich bis 2.000 m über die Umgebung. |
![]() 640×480, 52.753 Bytes ![]() 640×480, 53.139 Bytes ![]() 640×480, 53.205 Bytes ![]() | Aufnahmen von Mond 2007Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2007-08-30 23:14 UTC Teleskop: SNS 60/750 Refraktor Öffnung: 60 mm Brennweite: 750 mm Öffnungsverh.: f/12,5 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K - S/W-Mod Filter: Rotfilter Einzelbelichtung: 1/100s, Gain: 6%, γ max Stacking: 64 aus 259, automatisch Vb: 77,9 × Theor. Grenzgröße 4,0 mag Theor. Grenz-FH 8,8 mag/"² Bildfeld: 16,43' × 12,32' Abbildungsmaßstab 1,54" / 2,37"² / 2,688 km pro Pixel Info: Was tun, wenn der "Fast-Vollmond" die so seltenen Aufklarungen völlig deepskyuntauglich macht? Ganz einfach, man fotografiert ihn! So geschehen in der Aufnahmenacht bei erstaunlich gutem Seeing aber bedingt durch durchziehende Nebelschwaden einer lausigen Transparenz. So kam das alte Röhrchen nochmals zu Ehren, an dem die mit einem Schwarz-Weiß-Chip ausgerüstete Kamera hinter einem Rotfilter die erste Aufnahme machte. 2. Aufnahme: Jedes Teleskop hat seinen eigenen Himmel! Während der 60-mm-Refraktor ein großen Ausschnitt auf unserem Begleiter anbietet, ist mit einem 10" SCT bei rund 2.900 mm Brennweite nur ein vergleichsweise winziger Ausschnitt zu sehen, der in diesem Bild als aufgehellter Bereich rechts von Tycho direkt am Terminator zu sehen ist. 3. Aufnahme: Dafür bringt dieses weit leistungsfähigere Teleskop hier eine Detailfülle, die der 60-mm-Refraktor einfach nicht bieten kann. Zu sehen ist die Region um die Krater Metius im Norden, der stark verwitterte Janssen mit Fabricius darin und der Doppelkrater Steinheil / Watt im Süden der Aufnahme. |
![]() 640×480, 73.726 Bytes ![]() | Aufnahmen von Mond 2008Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2008-05-14 19:43 UTC Teleskop: Meade 10" LX200GPS Öffnung: 254 mm Brennweite: 2950 mm Öffnungsverh.: f/11,6 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K - S/W-Mod Filter: Rotfilter Einzelbelichtung: 1/50s, Gain: 0%, γ min Stacking: 1 aus 1.587, handverlesen Vb: 306,5 × Bildfeld: 4,18' × 3,13' Abbildungsmaßstab 0,39" / 0,15"² / 741,8 m pro Pixel Info: Mondkrater Deslandres ist ein sehr alter, schon stark verwitteter Krater mit zahlreichen jüngeren Einschlagskratern darin. Für das links gezeigte Bild wurde eine Einzelaufnahme verwendet (kein Stacken!), die unter den 1.587 Einzelaufnahmen dieser Aufnahmeserie das mit Abstand das meiste Detail zeigte. Die kleinsten Details sind derart scharf abgebildet, daß sie Einzelheiten von einer realen Ausdehnung von rund 750 m noch klar erkennen lassen. |
![]() 640×640, 73.482 Bytes ![]() 640×640, 73.540 Bytes ![]() | Aufnahmen von Mond 2009Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2009-11-01 19:24 UTC Teleskop: SNS 60/750 Refraktor Öffnung: 60 mm Brennweite: 783 mm Öffnungsverh.: f/13,1 Kamera: Canon EOS 1000 D Einzelbelichtung: 1/40s @ ISO 100 Stacking: 7 Vb: 40,0 × Bildfeld: 32,03' × 32,03' Abbildungsmaßstab 3,00" / 9,02"² / 5,494 km pro Pixel Info: Der große Chip der DSLR kann den Mond bei 783mm Brennweite ohne Probleme komplett abbilden. Die Addition von 7 Einzelaufnahmen reduzierte das ohnehin schon geringe Rauschen auf ein Niveau, das noch ´Luft´ eine ´gesunde´ Nachschärfung ließ. Das 2. Bild zeigt die selbe Aufnahme extrem farbverstärkt. Dadurch können die feinen Farbnuancen auf der Mondoberfläche deutlich abgebildet werden. Die Farben sind ungewöhnlich aber realistisch und zeigen die unterschiedlichen Mineralien auf der Mondoberfläche. |
![]() 640×480, 53.058 Bytes ![]() | Aufnahmen von Mond 2010Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2010-01-04 01:09 UTC Teleskop: Meade 10" LX200GPS Öffnung: 254 mm Brennweite: 2950 mm Öffnungsverh.: f/11,6 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K - S/W-Mod Filter: Rotfilter Einzelbelichtung: 1/500s, Gain: 60%, γ min Stacking: 64 Vb: 306,5 × Theor. Grenzgröße 9,5 mag Theor. Grenz-FH 12,0 mag/"² Bildfeld: 4,18' × 3,13' Abbildungsmaßstab 0,39" / 0,15"² / 679,7 m pro Pixel Info: Zu später Stunde mal ein paar Oberflächenmerkmale vom ´rechten´ Mondrand. Die Aufnahme zeigt das Gebiet um Mondkrater Atlas mit Hercules im Westen davon und Cepheus im Süden. Endymion liegt nordöstlich von Atlas bereits völlig im Schatten. |
![]() 480×480, 16.149 Bytes ![]() | Aufnahmen von Mond 2011Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2011-02-05 17:12 UTC Teleskop: Weltblick MC 1:3.5/135 Öffnung: 38 mm Brennweite: 135 mm Öffnungsverh.: f/3,5 Kamera: Canon EOS 1000 D Einzelbelichtung: 1/10s @ ISO 100 Stacking: 40 Belichtung eff: 0,6s Bias/Rauschen: 35 ADU / 30 RMS (auf 16 Bit bezogen) Vb: 13,8 × Theor. Grenzgröße 9,2 mag Theor. Grenz-FH 17,6 mag/"² Bildfeld: 69,67' × 69,67' Abbildungsmaßstab 8,71" / 75,85"² / 17,026 km pro Pixel Info: Recht gute Bedingungen, wenn der » Erdschein besonders gut dargestellt werden soll, finden sich immer dann, wenn die Ekliptik steil gegenüber dem Horizont verläuft, abends also optimalerweise Anfang bis Mitte März. Die Mondsichel sollte dabei so schmal wie eben möglich sein, sonst ist sie schnell überbelichtet. 6% oder 62 Stunden nach Neumond, wie bei dieser Aufnahme, sind schon fast ein wenig zu viel... Die beiden Sterne links oben und links unten im Bildfeld sind 6,4 mag bzw. 6,2 mag hell und bilden bereits kleine Ellipsen, da sich der Mond während der Aufnahmeserie ein klein wenig gegenüber dem Sternhintergrund bewegt hat. |










