Astrofotografie

Aufnahmen für Einsteiger
Eine Kurzanleitung für Einsteiger um mit einfachen Mitteln gute Astrofotografien anzufertigen



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Aufnahmen für Einsteiger

Wenn man einen Planeten mit einer kleinen Digitalkamera durch das Okular hindurch fotografiert, dann sollte die Belichtung stets manuell eingestellt werden. Und die Entfernung auf ´unendlich´. Meist wird auf dem kleinen Monitor auf der Rückseite der Kamera ein Livebild angezeigt. Mit der Feinfokussierung des Teleskops scharf stellen und mit einem Fernauslöser ´abdrücken´. Wegen der Luftunruhe sind in der Regel mehrere Aufnahmen nötig. Gute und ähnlich scharfe ´Schnappschüsse´ können hinterher zur weiteren Qualitätssteigerung addiert werden.

Benutzt man eine Webcam, dann ergeben sich ganz andere Möglichkeiten!!! Denn damit können etwa 300 Bilder pro Minute aufgenommen werden! Diese Bilder werden in ein ´AVI-File´ ´verpackt´ und können mit dem Programm Giotto wieder in Einzelbilder zerlegt und einzeln betrachtet werden. Bei den 300 Bildern sind es meist so um die 15-30 Bilder herum, bei denen die Luft gerade besonders ruhig war. Diese ´Schnappschüsse´ werden dann manuell aussortiert und im gleichen Programm aufaddiert. Ergebnis ist ein sogenanntes ´Summenbild´, das bedeutend mehr Informationen beinhaltet, als jedes der Einzelbilder!

 
Vorgehensweise in Kurzform:
  1. Teleskop ausrichten
  2. Belichtung möglichst genau einstellen. Überbelichtung (´Sättigung´) unbedingt vermeiden!
  3. Peinlich genau fokussieren ´scharf stellen´. Hier geht es um Zehntel Millimeter!
  4. Aufnahmeserie starten, dabei das Objekt mit dem Teleskop so nachführen, daß es auf dem Monitor ganz grob in der Bildmitte bleibt.
  5. Aufnahmeserie nach ca. 300-600 (ggf. noch mehr) Bildern stoppen.
  6. Giotto starten und das gerade aufgenommene AVI in Einzelbilder zerlegen.
  7. Einzelbilder sichten und die guten Bilder aussortieren (in einen Unterordner kopieren). Oder die schlechten Bilder entfernen.
  8. Diese ´handselektierten´ Bilder mit Giotto oder noch besser AviStack addieren lassen.
  9. Das Summenbild gut aufbewahren! Denn es enthält alle Informationen.

In diesem Summenbild stecken ungeahnte Möglichkeiten! Zunächst fällt sofort auf, daß das Rauschen plötzlich verschwunden ist. Die hohe Farbtiefe kann ein handelsüblicher Monitor nicht darstellen, dadurch fällt die außerordentlich hohe Dynamik nicht weiter auf. Verwendet man ein geeignetes Bildverarbeitungsprogramm, das freie FitsWork ist da eine sehr gute Empfehlung, dann kann man aus dem etwas flau wirkenden Bild die vielen Informationen herausarbeiten die in ihm stecken, so wie im nächsten Beitrag beschrieben.

Mehr Details für Fortgeschrittene zum Thema ´Aufnahmen mit der Webcam´ auf der Seite ´ToUcam-Aufzeichnung´

 
 
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Nebenbei bemerkt
 
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© 2005-2014 Astrofotografie | Stand: 2014-06-12 | unbekannt unbekannt / unbekannt | Programmierung: Hohmann-EDV | 0 | 0.078 s