Astrofotografie :: Korrekturen - Schärfung

 
Das Kombinieren von mehreren Einzelaufnahmen führt systembedingt zu einer gewissen Unschärfe. Diese kann mit geeigneten Mitteln beseitigt werden.

Korrekturen - Schärfung

Das Kombinieren von mehreren Einzelaufnahmen ist nicht nur ein hervorragendes Mittel zur Rauschreduktion, sondern liefert dem Endresultat auch weit mehr an Informationen, die der Einzelaufnahme fehlen. Beispielsweise ist auf Aufnahme 1 ein Detail sehr gut zu sehen, während ein anderes Detail gerade durch die Luftunruhe "weggewischt" wurde. Auf der nächsten Aufnahme ist aber gerade dieses Detail sehr gut zu sehen.

Beim Kombinieren werden beide Details sichtbar sein, aber eben nur "halb", sprich, unscharf. Kombiniert man nun viele der an für sich guten Einzelbilder, so kann man sich leicht vorstellen, daß damit jedes Detail - mehr oder weniger scharf - sichtbar wird. Eine Korrektur dieses systembedingten Fehlers ist mit geeigneten Mitteln ohne größere Probleme möglich.

Die Praxis:

Mit dem Programm Neat Image steht ein ausgezeichnetes Werkzeug zur Verfügung, mit dem gleichzeitig eine Rauschreduktion und eine Nachschärfung vorgenommen werden kann.
 
Mars  Kombination aus 16 Einzelaufnahmen

Kontrastreich und rauschfrei, jedoch etwas unscharf. Denn die durch die Luftunruhe verursachten Verzerrungen sind hier ebenfalls gemittelt worden. Das führt unweigerlich zu einer gewissen Unschärfe.
Mars Kombination aus 16 Einzelaufnahmen, nachgeschärft

Das Ganze kann jetzt guten Gewissens nachgeschärft werden, denn hier wird ja nur ein systembedingter Fehler korrigiert. Wunderdinge passieren hier nicht mehr, aber immerhin haben wir hier eine deutlich bessere Detailauflösung.
 

Fazit:

Das Nachschärfen ist immer sinnvoll. Denn hier wird nur ein systembedingter Fehler korrigiert und nicht versucht, die Aufnahme künstlich "aufzupeppen". Beim Nachschärfen darauf achten, daß die Kanten nicht überschwingen.
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