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Kleinplaneten - Vesta

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Kleinplaneten - Vesta

Vesta umkreist die Sonne auf einer leicht exzentrischen Bahn in einem Abstand von 322 - 385 Mio. km in 3,6 Jahren und ist nach Ceres der zweitgrößte Planetoid im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Vesta ist keineswegs kugelförmig, vielmehr wird ihre Form als "triaxialer Ellipsoid" beschrieben, eine unförmige Kartoffel also. Die Oberfläche besteht größtenteils aus basaltischem Gestein, während ihr Kern, so wie der unserer Erde, aus Eisen und Nickel besteht.

Visuelle Beobachtung:
Aufgrund ihrer recht hellen Oberfläche mit einer Albedo von 0,42 ist sie sogar deutlich heller als Ceres. Damit kann sie als hellster Kleinplanet während einer Perihelopposition unter optimalen Bedingungen sogar mit dem bloßen Auge beobachtet werden, denn dann steigt ihre scheinbare Helligkeit auf bis zu 5,4mag an.

Bereits in einem kleinen Teleskop kann Vesta während der Opposition sehr gut beobachtet werden, denn sie ist meist deutlich heller als die umliegenden Sterne.

Oppositionen ab 2006:

-----------+----------+--------
Datum      | Distanz  | Helligk
-----------+----------+--------
06.01.2006 | 1,550 AE | 6,2 mag
31.05.2007 | 1,140 AE | 5,4 mag
30.10.2008 | 1,541 AE | 6,5 mag
18.02.2010 | 1,407 AE | 6,1 mag
06.08.2011 | 1,230 AE | 5,6 mag
09.12.2012 | 1,589 AE | 6,4 mag
15.04.2014 | 1,218 AE | 5,7 mag
30.09.2015 | 1,437 AE | 6,2 mag
19.01.2017 | 1,515 AE | 6,2 mag
22.06.2018 | 1,141 AE | 5,3 mag

 
Allgemeine Objektdaten:
Objektgröße:      0,46´´
Entfernung:       237.550.000 km
Eigenbewegung:    33,6´´ / h
Durchmesser:      525 km
Helligkeit:       6,70 mag
mittlere FH:      4,74 mag/"²
Sternbild:        Zwillinge (Gemini [GEM])
 

Aufnahmen & verwendete Aufnahmetechnik:

[4] Vesta 18 Tage nach Opposition
640×480, 7.590 Bytes

 
 
[4] Vesta 18 Tage nach Opposition
640×480, 16.381 Bytes

[4] Vesta 18 Tage nach Opposition
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-01-24 21:55 UTC
Teleskop:         Celestron C14
Öffnung:           356 mm
Brennweite:       3910 mm
Öffnungsverh.:    f/11,0
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Filter:           IR-Sperrfilter
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 0%, γ max
Stacking:         36 aus 256 handverlesen
Belichtung eff:   1,2s
Vb:               406,2 ×
Bildfeld:         3,15' × 2,36'
Abbildungsmaßstab 0,30" / 0,09"² / 340,2 km pro Pixel
Mitwirkende:      F. X. Kohlhauf

Bedingungen:
Horizonthöhe:     64° 0´
rel. Extinktion:  0,12 mag
Seeing:           Grottenschlecht
Temperatur:       -11°C


Info:
Vesta bewegte sich während der gesamten Aufnahmedauer von 30 Minuten um 16,8" zwischen zwei Sternen 8. Größe im Sternbild Zwillinge in nordwestliche Richtung hindurch. Das schlechte Seeing hat die 8-er Sterne auf 3" und Vesta auf 5" "aufgeblasen". Der Abstand der beiden Sterne beträgt gut 3' (189,5"). Diesmal fand die Opposition fast im Aphel der Vesta statt, daher die etwas bescheidene Helligkeit.

Vesta im Sternfeld
Die zweite Abbildung zeigt die scheinbare Bahn von Vesta und ihre Position zum Aufnahmezeitpunkt im Sternbild Zwillinge. Einziger hellere Stern in der Nähe ist Mebsuta (ε Gem) mit einer Helligkeit von gut 3 mag. Das Blickfeld der Kamera ist in dieser Grafik dunkelgrau schattiert.
 
[4] Vesta´s Perihelopposition
659×494, 16.384 Bytes

[4] Vesta´s Perihelopposition
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-05-31 00:00 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1075 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/4,2
Kamera:           ATiK 16IC-HS
Filter:           RGB-Filtersatz
Einzelbelichtung: 10,0s
Stacking:         82 (R+G+B)
Belichtung eff:   90,6s
Vb:               84,5 ×
Bildfeld:         15,59' × 11,69'
Abbildungsmaßstab 1,42" / 2,02"² / 1.177,0 km pro Pixel

Bedingungen:
Horizonthöhe:     27° 21´
rel. Extinktion:  0,84 mag
Seeing:           Mäßig [4/10]
Temperatur:       8°C

Aufnahmedetails Sternfeld:
R: 27 × 10s
G: 22 × 10s
B: 33 × 10s
Aufnahmedetails Vesta:
R: 26 × 0,3s
G: 26 × 0,3s
B: 39 × 0,3s


Info:
Bei hellem Fast-Vollmondlicht konnte man heute eine selten günstige Perihelopposition von Kleinplanet Vesta bestaunen. Mit nur gut einem AE Abstand zur Erde leuchtete dieser mit rekordverdächtigen 5,4 mag und wäre wohl unter besseren Bedingungen sogar mit dem bloßen Auge zu sehen gewesen! Im Okular eines 60-mm-Kleinteleskops war Vesta bereits als sehr helles, weißes "Sternchen" nicht zu übersehen.

Der gewaltige Helligkeitunterschied zwischen Vesta und den schwächsten sichtbaren Sternen im Sternfeld (ca. 18 mag) machte eine gesonderte Ablichtung des Sternhintergrunds mit 10s nötig. 3 getrennte Aufnahmen mit jeweils 0,3s Belichtungszeit in exakt stündlichem Abstand wurden für die korrekte Belichtungszeit für Vesta gewählt.
 
 
 
 
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