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Kugelsternhaufen - M 75

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Kugelsternhaufen - M 75

Rund 47.600 Lichtjahre hinter dem Zentrum unserer Michstraße befindet sich einer der am weitesten entfernten Kugelsternhaufen im berühmten Katalog von Charles Messier. Es ist M 75, ein großer und sehr leuchtkräftiger Vertreter seiner Art mit einem auffallend dichten Kernbereich.

Visuelle Beobachtung:
Der kompakte, sehr helle Kern von M 75 macht eine Beobachtung in einem kleinen Fernrohr ab ca. 60 mm Öffnung bereits möglich. Dort wird man aber nur ein "nebliges Sternchen" vorfinden, das sich jedoch deutlich von den Vordergrundsternen unterscheidet. Auch im Okular an einem 10" SCT ist M 75 kein sehr auffälliges Objekt. Zwar lassen sich in ihm keinerlei Einzelsterne auflösen, trotzdem fällt der helle Kern dieses Kugelhaufens sofort ins Auge.

 
Allgemeine Objektdaten:
Objektgröße:      4,6´
Entfernung:       67.500 Lj
Ausdehnung:          130 Lj
Helligkeit:       8,50 mag
mittlere FH:      20,50 mag/"²
Abs.Helligkeit:   -8,30 mag
Koordinaten:      20h 06m 04,8s / -21° 55' 17"
Sternbild:        Schütze (Sagittarius [SGR])
 

Aufnahme & verwendete Aufnahmetechnik:

Messier 75 [NGC 6864]
480×480, 32.686 Bytes

Messier 75 [NGC 6864]
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-07-16 00:58 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:       1075 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/4,2
Kamera:           ATiK 16IC-HS
Filter:           L-RGB-Filtersatz
Einzelbelichtung: 10s
Stacking:         100 (L)
Belichtung eff:   100,0s
Vb:               84,5 ×
Theor. Grenzgröße 17,3 mag
Theor. Grenz-FH   23,8 mag/"²
Bildfeld:         11,36' × 11,36'
Abbildungsmaßstab 1,42" / 2,02"² / 0,465 Lj pro Pixel

Bedingungen:
Horizonthöhe:     18° 34´
rel. Extinktion:  1,24 mag
Seeing:           Grottenschlecht
Transparenz:      5.0 fst
Temperatur:       19°C

Aufnahmedetails:
R:  36 × 10s Binning: 2
G:  55 × 10s Binning: 2
B:  64 × 10s Binning: 2
L: 100 × 10s
Hellster Wert 6714 (L, 11,69 mag)

Info:
Der recht klare Himmel über Bad Tölz lockte mich gleich mit Kamera und Laptop ans Teleskop. Die Enttäuschung kam dann schon nach dem ersten prüfenden Blick durch das Okular. Sterne wie herumwuselnde Wattebäusche. Die ersten Livebilder von der Kamera bestätigten diesen Eindruck. So ist die gezeigte Aufnahme trotz geringer Brennweite und gründlicher Schärfung (Gauß + Entfaltung) nicht wirklich knackscharf.
 
 
 
 
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