Astrofotografie :: Einleitung

 
Das Informationsangebot Astrofotografie enthält wertvolle Anleitungen für den Amateurastronomen, mit Teleskop, Digitalkamera und preiswertem Zubehör eindrucksvolle Aufnahmen zahlreicher Gestirne zu machen.

Einleitung

Inhaltsverzeichnis:

  1. Einsteigen
  2. Optik
  3. Sternhelligkeiten
  4. Flächenhelligkeit
  5. Lichtverschmutzung
  6. Das Seeing
  7. Glossar
  8. Kontakt

Astrofotografie klingt nach einem teuren Hobby. Aber so furchtbar teuer wird das nicht, denn in erster Linie braucht man für die Astrofotografie Wissen - viel Wissen. Im guten Fachhandel stehen heute moderne und preiswerte Hilfsmittel und Geräte zur Verfügung, die Aufnahmen von der Mondoberfläche, den Planeten und einer Vielzahl an sogenannten "Deep-Sky-Objekten" wie Doppel- und Mehrfachsterne, Sternhaufen, Gasnebel, Planetarische Nebel, Galaxien, Quasare und dergleichen in einer Qualität möglich machen, die vor wenigen Jahrzehnten nur in großen Observatorien denkbar war.

 

SaturnAllerdings ist hier viel Können erforderlich, denn es ist innerhalb unserer Erdatmosphäre beispielsweise gar nicht so einfach, die feinen Strukturen in der Jupiteratmosphäre oder die Cassini-Teilung in den Saturnringen sauber darzustellen. Sicherlich werden die meisten wohl kein 2-m-Spiegelteleskop auf einem abgelegenen, hohen Berg ihr Eigen nennen dürfen ;=} Solange man sich auf die Planetenfotografie beschränkt, hat man es noch mit hellen Gestirnen zu tun, die nur kurze Belichtungszeiten benötigen und somit noch keine allzu hohen Anforderungen an Montierung und Nachführung stellen.

Andererseits möchte man gerne zugunsten eines hohen Auflösungsvermögens mit großen Brennweiten ´arbeiten´, und genau dabei kommt es darauf an, das Seeing möglichst gut in den Griff zu bekommen.

 

Messier 66Mit der DeepSky-Fotografie wird die Astrofotografie erst richtig anspruchsvoll, denn hier werden Dinge sichtbar, die beim Blick durch das Okular oft nur als unscheinbares Nebelchen wahrgenommen werden. Oder völlig unsichtbar bleiben. Und rasch werden Belichtungszeiten erforderlich, die in den Bereich von mehreren Stunden kommen können. Natürlich nicht ´am Stück´, sondern aufgeteilt in viele Belichtungen im Minutenbereich. Entsprechend hoch sind trotzdem die Anforderungen an die Nachführung und an das Können des Astrofotografen.

Die Galaxie Messier 66 (Abbildung) ist da noch ein sehr ´pflegeleichtes´ Exemplar.

 

QuasarUnd die Grenzen? Gestandene Astrofotografen machen vor nichts halt. Sie gehen mit ihrer ganz normalen Amateurausrüstung bis fast an die Grenze des sichtbaren Universums. Der abgebildete Quasar Q1224-1116 ist ´nur´ 10 Milliarden Lichtjahre entfernt und noch nicht wirklich schwer zu fotografieren. Es geht auch noch ein bisserl mehr...

... bis ins ganz junge Universum, als es noch mit freiem, neutralem Wasserstoff angefüllt war, also noch vor der Reionisationsphase vor über 12 Milliarden Jahren! Ab einer Rotverschiebung von ca. 5,8 wird es aber selbst für den gut ausgerüsteten und erfahrenen Amateurastronomen extrem schwierig.

 

Diese Website soll in erster Linie informieren und Zusammenhänge deutlich machen, die manchmal ganz schön kompliziert sind. Dabei soll das Wissen in einer anschaulichen und leicht verständlichen Form vermittelt werden.

Außerdem wird auf dieser Site großer Wert darauf gelegt, mit Ausnahme eines guten Teleskops auf einer guten Montierung, wie sie von namhaften Herstellern wie etwa Meade, Celestron, Skywatcher, Intes oder Williams angeboten werden, auf teures Gerät und Zubehör zu verzichten und die guten Astrofotografien statt dessen mit trickreichen "Hausmittelchen" anzufertigen.

 
EinsteigenDiese Beitragsreihe ist für diejenigen gedacht, die in das interessante Thema Astrofotografie einsteigen möchten. Hier werden die wichtigsten Fragen geklärt, damit der Einstieg ohne Enttäuschungen gelingt und dann Lust auf mehr macht.
 
OptikDas Verständnis der optischen Grundlagen ist äußerst wichtig. Denn damit kann man recht gut einschätzen, was mit welchen Instrumenten noch machbar ist uns was nicht.
 
SternhelligkeitenDie Einteilung der Gestirne in ihre scheinbaren Helligkeiten, ihren Helligkeitsklassen geht auf den griechischen Astronomen Hipparchos zurück und hat heute noch ihre Gültigkeit. Was sind Größenklassen, und wie geht man damit um? Dieser Beitrag zeigt das sehr ausführlich.
 
FlächenhelligkeitWie sich die Helligkeit flächiger Himmelsobjekte von punktförmigen Lichtquellen unterscheidet und wie man als Beobachter oder Astrofotograf damit umgeht, wird auf dieser Seite eingehend behandelt.
 
Lichtverschmutzung    Ein großes Problem ist die Aufhellung des Nachthimmels (nicht nur) für die Astronomie. Unter der Lichtglocke unserer hell erleuchteten Städte kann man die Schönheiten des Nachthimmels nicht mehr wahrnehmen und nur schwer fotografieren. Dieser Beitrag soll nicht nur die Begrifflichkeit ´Lichtverschmutzung´ klären, sondern auch Methoden zur Beurteilung und Messung derselben aufzeigen.
 
Das SeeingDie Luftunruhe, in Fachkreisen auch ganz neudeutsch ´Seeing´ genannt, entsteht durch Störungen der Wellenfronten bei Turbulenzen in unserer Atmosphäre und stellt den Astrofotografen vor ein sehr ernsthaftes Problem. Eine quantitative Beurteilung ist wegen seiner statistischen Natur nur unter bestimmten Vorgaben als FWHM möglich, sehr hilfreich ist jedoch auch das ´Peilen über den Daumen´ also eine qualitative Beurteilung auf einer Skala nach Pickering.
 
GlossarViele Begriffe aus der Astronomie, der Optik und der Astrofotografie sind nicht jedem absolut geläufig. Die wichtigsten davon werden in diesem Begriffslexikon anschaulich erklärt, wobei innerhalb der Beitragsseiten dieser Site an passender Stelle darauf verwiesen wird.
 
KontaktInteraktives Formular, über das meine Leser Anregungen und - sollte sich doch mal ein Fehler eingeschlichen haben - entsprechende Korrekturhinweise übermitteln können.
 

Inhaltlich sind diese Webseiten keineswegs ´statisch´! Jede Neuerung, neue Erkenntnisse oder einfach nur sinnvolle Ergänzungen werden diesem Informationsangebot sofort hinzugefügt. Das gleiche gilt auch für die mittlerweile sehr zahlreichen Aufnahmen, die nicht nur einfach wortlos gezeigt werden, sondern bezüglich ihrer Natur und der verwendeten Aufnahmetechnik ausführlich beschrieben sind. Astrofotografien können damit auch sehr gut vorbereitet werden.
 
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