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Planetarische Nebel - NGC 6543

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Planetarische Nebel - NGC 6543

"Katzenauge" NGC 6543 ist ein sehr heller und vor allem hochinteressanter Planetarischer Nebel mit zahlreichen, filigranen Ringstrukturen darin. Der Weiße Zwerg im Zentrum des NGC 6543, der vor etwa 1.000 Jahren seine Gashülle abgestoßen hat, ist neuesten Erkenntnissen zufolge ein Doppelsternsystem. Diesem Umstand verdankt dieser Planetarische Nebel wohl seine komplexe Struktur aus Ringen, Schockwellen und Jets.

Visuelle Beobachtung (C14):
Im 15mm-Okular ist NGC 6543 bei ca. 260-facher Vergrößerung als leicht ovales, bläuliches und leicht strukturiertes Nebelchen recht gut zu erkennen. Der Zentralstern, sowie die komplexen Ringstrukturen sind jedoch fast nicht auszumachen.
Nachtrag (13.7.2006):
Bei dem guten Seeing in dieser Nacht war der Zentralstern im 22-mm-Okular (V=180×) klar und sehr deutlich zu erkennen. Auch einige Strukturen konnten wahrgenommen werden.

 
Allgemeine Objektdaten:

Objektgröße:      20´´ × 18´´
Entfernung:       ca. 3.300 Lj
Ausdehnung:       ca. 0,3 Lj
Helligkeit:       8,10 mag / 11,0 mag (ZS)
mittlere FH:      14,26 mag/"²
Abs.Helligkeit:   -1,93 mag
Koordinaten:      17h 58m 33,4s / +66° 37' 59"
Sternbild:        Drache (Draco [DRA])
 

Aufnahmen & verwendete Aufnahmetechnik:

Der Katzenaugennebel [NGC 6543]
640×480, 16.384 Bytes

Der Katzenaugennebel [NGC 6543]
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-05-14 23:11 UTC
Teleskop:         Celestron C14
Öffnung:           356 mm
Brennweite:       3910 mm
Öffnungsverh.:    f/11,0
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Belichtung:       1/25s, Gain: 100%, γ max
Stacking:         176 aus 195, handverlesen
Belichtung eff:   5,3s
Vb:               406,2 ×
Bildfeld:         3,15' × 2,36'
Abbildungsmaßstab 0,30" / 0,09"² / 298,9 AE pro Pixel
Mitwirkende:      F. X. Kohlhauf

Bedingungen:
Horizonthöhe:     62° 55'
rel. Extinktion:  0,13 mag
Seeing:           Mäßig [4/10]
Temperatur:       7°C


Info:
Nach einer Stunde Wolkentreiben am Himmel endlich wieder Auflockerungen. Das sehr mäßige Seeing zum Aufnahmezeitpunkt hätte normalerweise keine Belichtung mit knapp 4m Brennweite zugelassen. Doch diese Brennweite ist nötig, um die Strukturen im Katzenaugennebel gut aufzulösen. So sind die interessanten Ringe nur äußerst schwer zu erkennen. Das Sternchen rechts oben in der großen Aufnahme hat 9,65 mag. Aus der Aufnahmeserie wurden manuell 195 Aufnahmen selektiert und aus diesen mit einer Verwendungsrate von 90% das Summenbild erstellt.
 
NGC 6543 länger belichtet
659×494, 4.056 Bytes

NGC 6543 länger belichtet
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-07-14 22:27 UTC
Teleskop:         Celestron C14
Öffnung:           356 mm
Brennweite:       3910 mm
Öffnungsverh.:    f/11,0
Kamera:           ATiK 16IC-HS
Filter:           RGB-Filtersatz
Belichtung:       93,3s
Stacking:         34 (R+G+B)
Belichtung eff:   583,1s
Bias/Rauschen:    300 ADU / 24 (23,7) RMS
Vb:               307,4 ×
Theor. Grenzgröße 18,5 mag
Theor. Grenz-FH   21,0 mag/"²
Bildfeld:         4,29' × 3,21'
Abbildungsmaßstab 0,39" / 0,15"² / 395,0 AE pro Pixel
Mitwirkende:      F. X. Kohlhauf

Bedingungen:
Horizonthöhe:     70° 16'
rel. Extinktion:  0,07 mag
Seeing:           Mäßig [4/10]
Transparenz:      5.0 fst
Himmelshelligk.:  20,64 mag/"²
Temperatur:       18°C

Aufnahmedetails:
R: 12 × 100s
G: 10 × 100s
B: 12 ×  80s
L: R+G+B
Hellster Wert leicht gesättigt (ZS, G, 11 mag)


Info:
Die Belichtungszeit von 100s war für das Ausbelichten des hellen Zentralsterns ideal, so daß dieser noch schön knackig und fast punktförmig bleibt. Das steil nach oben gerichtete Teleskop mit seiner langen Tauschutzkappe wurde von dem aufkommenden Südwind, ein am Alpenrand typisches lokales Windsystem, bisweilen kräftig durchgeschüttelt, was etwas an Schärfe gekostet hat. Man hätte in der trockenen Luft durchaus auf diese Tauschutzkappe als "Windfänger" verzichten können ...
 
 
 
 
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