Emissionsnebel - M 8
Der rot leuchtende Lagunennebel ist eine riesige HII-Region und damit ein recht aktives Sternentstehungsgebiet. Zahlreiche Dunkelwolken verleihen diesem Nebel eine interessante Struktur. Die Form des hellen Zentrums (kleines Bild links) erinnert an eine Sanduhr und wird daher auch "Stundenglas-Nebel" genannt. Dieser wird direkt durch den 9,5 mag hellen O7-Überriesen Herschel 36 (knapp rechts davon) zum Leuchten angeregt. Etwa 2':45" nordöstlich davon befindet sich der 5,97 mag helle Stern Sgr 9, ein bläulich leuchtender O5-Überriese, der den Lagunennebel durch seine harte UV-Strahlung zum Leuchten anregt. Etwa 12' östlich von M8 befindet sich der offene Sternhaufen NGC 6530, dessen sehr junge, heiße Sterne aus dem Material des Lagunennebels stammt und diesen ebenfalls zum Leuchten anregt.
Visuelle Beobachtung
M8 ist nach dem Orionnebel M42 der zweithellste aus Mitteleuropa beobachtbare Gasnebel. Schon in einem guten Fernglas oder im 8 × 50-Sucher kann man ihn in einer klaren, dunklen Nacht deutlich erkennen. Im 26-mm-Okular eines 10" SCT ist dieser Gasnebel zusammen mit dem Sternhaufen NGC 6530 eine wahre Augenweide!!! Weitere Kommentare sind da völlig überflüssig.
Allgemeine Objektdaten: Objektgröße: 45´ Entfernung: ca. 5000 Lj Ausdehnung: ca. 60 Lj Helligkeit: 6,00 mag mittlere FH: 22,97 mag/"² Abs.Helligkeit: -4,93 mag Koordinaten: 18h 03m 41,2s / -24° 22' 49" Sternbild: Schütze (Sagittarius [SGR])
Aufnahmen & verwendete Aufnahmetechnik:
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Lagunennebel M 8 mit NGC 6530Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2006-06-08 00:19 UTC Teleskop: Meade 10" LX200GPS Öffnung: 254 mm Brennweite: 615 mm (Reducer) Öffnungsverh.: f/2,4 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 75%, γ max Stacking: 450 aus 500 automatisch Belichtung eff: 8,5s Vb: 63,9 × Bildfeld: 32,05' × 15,03' Abbildungsmaßstab 1,88" / 3,53"² / 0,046 Lj pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 17° 54´ rel. Extinktion: 1,28 mag Seeing: Mittel [5/10] Temperatur: 6°C Mosaik aus zwei Ablichtungen Info: Da die ToUcam ist im Hα-Licht wesentlicher empfindlicher ist als das menschliche Auge, gelingt das Ablichten der helleren Nebelstrukturen recht ordentlich. Es wäre ein fataler Fehler, diesen Vorzug durch einen Sperrfilter wieder zu beseitigen, auch wenn die wenigen IR-Quellen durch die Verwendung des Reducers zwangsläufig etwas aus dem Fokus laufen. Eine kleine Herausforderung war das Anfertigen des Mosaiks. Dazu mußten die fertig bearbeiteten Teilbilder bezüglich Farbe, Helligkeit und -verteilung sorgfältig aufeinander abgestimmt werden. Das Zusammenfügen zu einem Mosaik mit iMerge ist dann allerdings schnell gemacht. |
![]() 659×494, 49.004 Bytes ![]() | M 8 mit NGC 6530 und NGC 6544Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2007-07-13 23:00 UTC Teleskop: Meade Sucher 50/180 Öffnung: 50 mm Brennweite: 180 mm Öffnungsverh.: f/3,6 Kamera: ATiK 16IC-HS Filter: RGB-Filtersatz Einzelbelichtung: 40,0s Stacking: 36 pro Farbe Belichtung eff: 240,0s Vb: 14,2 × Theor. Grenzgröße 15,4 mag Theor. Grenz-FH 24,3 mag/"² Bildfeld: 1,55° × 1,16° Abbildungsmaßstab 8,48" / 71,91"² / 0,206 Lj pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 16° 30´ rel. Extinktion: 1,37 mag Seeing: Mittel [5/10] Transparenz: 3.0 fst Temperatur: 18°C Aufnahmedetails: R: 36 × 40s G: 36 × 40s B: 49 × 40s Hellster Stern gesättigt Info: Wenn man » PEC trainiert, dann ist es nicht ganz verkehrt, die Kamera an einem geeigneten "Zweitrohr" einfach mitlaufen zu lassen. Traurigerweise überzog sich der Himmel pünktlich zu Beginn der Dunkelheit wieder einmal mit zum Teil dichten Schleierwolken, so daß das links gezeigte Ergebnis weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Insbesondere im Blaukanal zeigt sich das starke Streulicht der heißen O-Sterne in diesen Schleierwolken, ein "irdischer Reflexionsnebel" sozusagen. Durch das recht große Bildfeld ist am südöstlichen Rand noch der Kugelhaufen NGC 6544 zu sehen. |
![]() 768×640, 49.148 Bytes ![]() | M 8 mit der DSLRAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2010-06-06 00:28 UTC Teleskop: Meade Sucher 50/180 Öffnung: 38 mm Brennweite: 135 mm Öffnungsverh.: f/3,5 Kamera: Canon EOS 1000 D Einzelbelichtung: 30s @ ISO 800 Stacking: 40 Belichtung eff: 189,7s Bias/Rauschen: 10100 ADU / 300 RMS (auf 16 Bit bezogen) Vb: 13,8 × Theor. Grenzgröße 14,9 mag Theor. Grenz-FH 24,0 mag/"² Bildfeld: 1,86° × 1,55° Abbildungsmaßstab 8,71" / 75,85"² / 0,211 Lj pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 17° 54´ rel. Extinktion: 1,28 mag Seeing: Mittel-Gut [6/10] FWHM: 3,5 Pixel ≡ 30,5" Reale Auflösung: 0,739 Lj Transparenz: 6.0 fst Temperatur: 14°C Info: Deepsky minimalistisch: Die EOS 1000 D wurde mit der EQ1 nachgeführt, und als Motiv diente diesmal die Große Sagittariuswolke. Die Abbildung zeigt den Ausschnitt um M 8 mit [1] Ceres als ´Gast´. Der Kleinplanet wird markiert, wenn man mit der Maus über die Aufnahme fährt |




