Reflexionsnebel - M 78
M 78, hellster aller Reflexionsnebel, reflektiert das Licht aus zwei sehr heißen, bläulichen B1,5V - Sternen (HD 38563 A/B), die uns mit etwa 10,7 Magnituden entgegenleuchten. Die Gaswolke selber besteht aus interstellarem Staub, welcher die blauen Lichtanteile am stärksten reflektiert bzw. streut.
In dieser Gas- und Staubwolke wurden rund 45 massearme Sterne entdeckt, die ausgeprägte Wasserstoff-Emissionslinien aufweisen und damit sogenannte "T-Tauri-Sterne" darstellen. T-Tauri-Sterne sind sehr junge Sterne, die sich noch in der Kontraktionsphase befinden und in denen meist noch keine Kernfusion stattfindet.
Visuelle Beobachtung:
M 78 erfordert schon ein wenig Öffnung, weniger als 5" sollten es nicht sein. Außerdem sollte der Himmel möglichst dunkel sein, auch eine gute Transparenz wäre nicht ganz verkehrt. Im 10-Zoller kann man unter diesen günstigen Bedingungen den hellsten Teil dieses Gasnebels um die beiden 10 mag hellen Sternchen herum sehr schön beobachten. Vorteilhaft ist ein langbrennweitiges Okular mit 20mm und aufwärts, sofern der Himmel dafür dunkel genug ist. Die Vergrößerung sollte dabei möglichst unter 100 × liegen.
Allgemeine Objektdaten: Objektgröße: 8´ Entfernung: 1.600 Lj Ausdehnung: 4 Lj Helligkeit: 8,00 mag mittlere FH: 21,21 mag/"² Abs.Helligkeit: -0,45 mag Koordinaten: 05h 46m 45,8s / +00° 04' 45" Sternbild: Orion (ORI)
Aufnahmen & verwendete Aufnahmetechnik:
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Messier 78 [NGC 2068]Aufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2006-12-12 23:58 UTC Teleskop: Meade 10" LX200GPS Öffnung: 254 mm Brennweite: 1436 mm (Reducer) Öffnungsverh.: f/5,7 Kamera: Philips ToUcam PCVC840K Belichtung: 1/25s, Gain: 100%, γ max Weißabgleich: 38 (Rot) / 19 (Blau) Stacking: 4.096 aus 4.800, automatisch Belichtung eff: 25,6s Vb: 149,2 × Bildfeld: 8,58' × 6,44' Abbildungsmaßstab 0,80" / 0,65"² / 394,6 AE pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 42° 5' rel. Extinktion: 0,43 mag Seeing: Mittel [5/10] Temperatur: 2°C Info: M 78 ist kein sehr dankbares Objekt für kurzbelichtende Webcams, die zu allem Überfluß auch noch wenig blauempfindlich sind!!! Um diesen Reflexionsnebel trotzdem noch irgendwie darstellen zu können, mußten sehr viele Einzelbilder aufgenommen werden. |
![]() 659×494, 32.641 Bytes ![]() 659×494, 32.099 Bytes ![]() | Messier 78 LRGBAufnahmedaten: Aufnahmezeit: 2007-11-28 22:57 UTC Teleskop: Meade 10" LX200GPS Öffnung: 254 mm Brennweite: 1040 mm (Reducer) Öffnungsverh.: f/4,1 Kamera: ATiK 16IC-HS Filter: IR-Sperrfilter Belichtung: 10s Stacking: 510 Belichtung eff: 225,8s Bias/Rauschen: 885 ADU / 50 (51,1) RMS Vb: 81,8 × Theor. Grenzgröße 19,7 mag Theor. Grenz-FH 24,1 mag/"² Bildfeld: 16,12' × 12,08' Abbildungsmaßstab 1,47" / 2,15"² / 720,0 AE pro Pixel Bedingungen: Horizonthöhe: 38° 10' rel. Extinktion: 0,52 mag Seeing: Mittel [5/10] Transparenz: 5.0 fst Himmelshelligk.: 18,40 mag/"² Temperatur: 2°C Aufnahmedetails: R: 110 × 10s Binning: 2 G: 106 × 10s Binning: 2 B: 146 × 10s Binning: 2 L: 148 × 10s Hellste Werte: (46.244 (L), 47.206 (R), 47.487 (G), 47.186 (B), 10,7 mag) Info: Nun kommt der Orion, die absolute Spielwiese für uns Astrofotografen, langsam wieder in Reichweite. Reichlich Licht vom nur 46° entfernten Mond sorgte für einen nicht allzu dunklen Hintergrund, was die Belichtungszeit auf 10s begrenzte. Viel mehr sollten es auch garnicht sein, denn das würde den Zentralbereich um die beiden hellen Sterne und diese selbst bereits ausbrennen. Da so ein Gasnebel von seiner Farbe lebt, ist auf alle Fälle noch ein RGB geplant. 2. Bild: Am 27.12.2007 kamen abgesehen vom Mondlicht unter sehr guten Bedingungen noch viele kurzbelichtete Aufnahmen für die Farbkanäle hinzu. Die Farbaufnahmen waren derart knackig scharf, daß sie zum Luminanzkanal hinzugestackt werden konnten. |
![Messier 78 [NGC 2068]](img/gasnebel/m78.2006-12-12.23-58UTC.kl.jpg)


