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Doppelsterne - Messier 40 [WNC4]

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Doppelsterne - Messier 40 [WNC4]

Französischer Humor, Überdosis Champagner, Nacktschnecken auf dem Spiegel - ich ringe etwas nach einem Erklärungsversuch, wie es einem scharfen Beobachter wie Charles Messier passieren konnte, daß er einen mittelhellen und recht gewöhnlichen Doppelstern für einen Nebel gehalten hat. Wie auch immer, bei M 40 handelt es sich ganz sicher um den Doppelstern Winnecke 4, der aus einem sonnenähnlichen G0 und einem F8 Hauptreihenstern besteht. Aufgrund des großen Winkelabstands der beiden Komponenten und der Entfernung handelt es bei diesem Doppelstern nach allgemeiner Auffassung nicht um einen physikalischen, sondern vielmehr um einen optischen Doppelstern.

Visuelle Beobachtung:
M 40 ist bereits in einem kleinen Fernrohr um 60mm Öffnung leicht zu trennen. In einem 14" SCT leuchten dem Beobachter zwei weiße Sterne ziemlich hell entgegen.

 
Allgemeine Objektdaten:

Entfernung:       300 Lj
Spektralklasse:   G0 / F8
Helligkeit:       8,40 mag / A: 9,0 mag, B: 9,3 mag
Abstand:          49,2´´
Abs.Helligkeit:   3,58 mag
Koordinaten:      12h 22m 16,23s / +58° 05' 01"
Sternbild:        Großer Bär (Ursa Major [UMA])
 

Aufnahme & verwendete Aufnahmetechnik:

Messier 40 [WNC4]
659×494, 4.093 Bytes

Messier 40 [WNC4]
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-05-19 23:00 UTC
Teleskop:         Celestron C14
Öffnung:           356 mm
Brennweite:       1436 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/4,0
Kamera:           ATiK 16IC-HS
Filter:           RGB-Filtersatz
Belichtung:       5,0s
Stacking:         174 (R+G+B)
Belichtung eff:   66,0s
Vb:               112,9 ×
Theor. Grenzgröße 19,3 mag
Theor. Grenz-FH   23,1 mag/"²
Bildfeld:         11,67' × 8,75'
Abbildungsmaßstab 1,06" / 1,13"² / 97,8 AE pro Pixel
Mitwirkende:      F. X. Kohlhauf

Bedingungen:
Horizonthöhe:     59° 57'
rel. Extinktion:  0,16 mag
Seeing:           Mittel-Gut [6/10]
Transparenz:      5.5 fst
Temperatur:       8°C

Aufnahmedetails:
R: 44 × 5s
G: 42 × 3s
B: 88 × 7s

Info:
Zu faul zum Guiden? Dann ist M 40 das beste Messier-Objekt für den Astrofotografen. Bei nur wenigen Sekunden Belichtungszeit kann man die Montierung einfach frei laufen lassen, wobei die Einzelaufnahmen im nachhinein vor dem Stacken selektiert werden. Wählt man eine kürzere Brennweite, dann kommen zwei recht schwache Galaxien mit ins Bildfeld: 11¾' westlich befindet sich die die Balkenspirale NGC 4290 (12,9 mag) und weitere 4½' westlich die deutlich lichtschwächere Galaxie NGC 4284 (14,4 mag). Die gemessene Grenzhelligkeit beträgt nur ca. 16 mag.
 
 
 
 
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