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Sternhaufen - Messier 25 [IC 4725]

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Sternhaufen - Messier 25 [IC 4725]

Messier 25 M 25 ist ein recht heller und vor allem sehr großer Offener Sternhaufen, dessen hellster Stern mit 6,9 mag auch tatsächlich physikalisch zu diesem Haufen gehört. Es ist U Sgr, ein » Cepheide, dessen Helligkeit mit einer Periode von 6,75 Tagen zwischen 6,3 mag und 7,1 mag schwankt. U Sgr ist ein Doppelstern, dessen Begleiter (U Sgr B) eine scheinbare Helligkeit von 9,6 mag hat.

Durch den Cepheiden U Sgr ist eine ziemlich sichere Entfernungsbestimmung möglich. Mit dieser Entfernung und der Richtung liegt Messier 25 in der Lücke zwischen unserem Spiralarm (Orion-Cygnus-Arm) und dem weiter innen liegenden Carina-Sagittarius-Arm und ca. 150 Lichtjahre unterhalb der galaktischen Ebene.

Zu Messier 25 gehören ca. 220 Sterne, deren Licht bis zu 1,6 mag durch interstellare Staubwolken gedämpft und gerötet werden. Die auf tiefer belichteten Aufnahmen sichtbaren tiefroten Sternchen gehören bereits zum dahinter liegenden Carina-Sagittarius-Arm. Auch bei ihnen wird die starke Rötung durch interstellare Staubwolken verursacht. Ein weiterer Veränderlicher in Messier 25 ist vom Typ γ Cas und ist als V3508 Sgr (7,7 mag - 8,0 mag) katalogisiert. Beide Veränderliche und der Begleiter von U Sgr werden markiert, wenn man mit der Maus über das Vorschaubild ganz unten fährt.

Visuelle Beobachtung:
Die hellsten Sterne von M25 sind bereits in einem guten Feldstecher zu sehen. Schon in einem kleinen Instrument der "60-mm-Klasse" ist dieser Sternhaufen bereits recht auffällig. Will man sich M 25 in einem 10-Zoller anschauen, empfiehlt sich ein weitwinkliges Okular bei nicht mehr als 100-facher Vergrößerung, um die recht hohe Sternfülle auch richtig schön genießen zu können.

 
Allgemeine Objektdaten:
Objektgröße:      30´
Entfernung:       2.020 Lj
Ausdehnung:          17 Lj
Alter:            0,0700 Mrd. Jahre
Helligkeit:       4,60 mag / 6,9 mag (hellster Einzelstern)
mittlere FH:      20,69 mag/"²
Abs.Helligkeit:   -4,36 mag
Koordinaten:      18h 31m 36,0s / -19° 15' 00"
Sternbild:        Schütze (Sagittarius [SGR])
 

Aufnahmen & verwendete Aufnahmetechnik:

Messier 25 [IC 4725]
640×720, 32.768 Bytes

Messier 25 [IC 4725]
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2006-06-30 23:45 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:        615 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/2,4
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Einzelbelichtung: 1/25s, Gain: 70%, γ max
Stacking:         450 aus 500, automatisch
Belichtung eff:   8,5s
Vb:               63,9 ×
Bildfeld:         20,03' × 22,54'
Abbildungsmaßstab 1,88" / 3,53"² / 1.163,2 AE pro Pixel

Bedingungen:
Horizonthöhe:     22° 35´
rel. Extinktion:  1,04 mag
Seeing:           Mäßig [4/10]
Temperatur:       13°C

Mosaik aus 2 Teilaufnahmen

Info:
Die große Winkelausdehnung von M25 machte wegen der geringen Chipfläche der ToUcam ein Mosaik aus 2 Teilaufnahmen nötig. Das eher mäßige Seeing hat zudem die Sternradien ordentlich "aufgeblasen". 2-faches Gauß-Schärfen konnte das aber wenigstens teilweise kompensieren.
 
Messier 25 mit der DSLR
768×640, 159.571 Bytes

Messier 25 mit der DSLR
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2009-08-23 19:55 UTC
Teleskop:         Meade 10" LX200GPS
Öffnung:           254 mm
Brennweite:        800 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/3,1
Kamera:           Canon EOS 1000 D
Einzelbelichtung: 10s @ ISO 800
Stacking:         20
Belichtung eff:   44,7s
Bias/Rauschen:    219 ADU / 50 RMS (auf 16 Bit bezogen)
Vb:               40,8 ×
Theor. Grenzgröße 18,5 mag
Theor. Grenz-FH   26,0 mag/"²
Bildfeld:         37,62' × 31,35'
Abbildungsmaßstab 2,94" / 8,64"² / 0,029 Lj pro Pixel

Bedingungen:
Horizonthöhe:     23° 5´
rel. Extinktion:  1,02 mag
Seeing:           Mittel [5/10]
FWHM:             2,2 Pixel ≡ 6,5"
Reale Auflösung:  0,063 Lj
Transparenz:      5.5 fst
Temperatur:       16°C

Grenzhelligkeit:  17,8 mag
Raw dekodiert in Fitswork mit "halbe Größe"

Info:
Belichtet man ein wenig länger, dann kommt recht bald das dichte Sterngewusel der hellen Sommermilchstraße zum Vorschein. Nach M 11 hat auch diese Aufnahme als "Second-Light" mit der neuen DSLR eher Testcharakter.
 
 
 
 
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