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Gasnebel - M 1

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Gasnebel - M 1

Messier 1 ist der auffälligste aller bekannten Supernova-Reste, wobei sogar der Tag seiner Entstehung aus historischen Aufzeichnungen exakt bekannt ist - es war der 4.7.1054. Diese Supernova muß mit mindestens -6 mag eine gewaltige Helligkeit erreicht und die Beobachter mächtig beeindruckt haben, denn sie war am hellichten Tage mit freiem Auge nicht zu übersehen. Die Gaswolke, deren Gesamtmasse allgemein auf etwa 2-3 Sonnenmassen geschätzt wird, dehnt sich zur Zeit mit einer Geschwindigkeit von 1.800 km/s aus. Noch heute leuchtet diese Gaswolke insgesamt mehr als 1.000 mal so hell wie unsere Sonne.

Der » Pulsar PSR 0531+21 (frühere Bezeichnung NP0532)
Im Zentrum von M 1 befindet sich einer der hellsten bekannten Pulsare, der im sichtbaren Licht etwa so hell ist wie unsere Sonne und, aus der Entfernung betrachtet, immerhin noch rund 16 mag erreicht. Dieser Pulsar ist ein » Neutronenstern mit 1,4 bis 2 Sonnenmassen, die in einer kleinen Kugel von 28-30 km untergebracht sind. Das Ganze rotiert 30 mal pro Sekunde und sendet alle 33 ms einen Impuls aus.

Visuelle Beobachtung:
Der Krabbennebel ist auf Grund seiner großen Winkelausdehnung bereits kleineren Instrumenten zugänglich. Bei » Austrittspupillen von 3 mm und aufwärts leuchtet ein heller, ovaler und farbloser Nebel sehr auffällig vor dem dunklen Himmelshintergrund. Der Pulsar ist in Amateurteleskopen nicht zu sehen.

 
Allgemeine Objektdaten:

Objektgröße:      4´ × 6´
Entfernung:       6.300 Lj
Ausdehnung:          10 Lj (7 × 11)
Helligkeit:       8,40 mag
mittlere FH:      20,54 mag / "²
Abs.Helligkeit:   -3,20 mag
Koordinaten:      05h 34m 31,9s / +22° 00' 52"
Sternbild:        Stier (Taurus [TAU])
 

Aufnahmen & verwendete Aufnahmetechnik:

Krabbennebel M1 [NGC 1952]
639×479, 40.861 Bytes

Krabbennebel M1 [NGC 1952]
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-02-16 22:18 UTC
Teleskop:         Celestron C14
Öffnung:           356 mm
Brennweite:       1290 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/3,6
Kamera:           Philips ToUcam PCVC840K
Filter:           IR-Sperrfilter
Belichtung:       1/25s, Gain: 100%, γ max
Weißabgleich:     32 (Rot) / 22 (Blau)
Stacking:         1.024 aus 1.200, automatisch
Belichtung eff:   12,8s
Vb:               134 ×
Bildfeld:         9,54' × 7,15'
Abbildungsmaßstab 0,90" / 0,80"² / 0,027 Lj pro Pixel
Mitwirkende:      F. X. Kohlhauf

Bedingungen:
Horizonthöhe:     43° 28'
rel. Extinktion:  0,41 mag
Seeing:           Mittel [5/10]
Temperatur:       -1°C


Info:
Trotz der großen integralen Helligkeit des Krabbennebels ist seine Flächenhelligkeit derart gering, daß sie eine unmodifizierte Webcam bereits vor ein ernstes Problem stellt. So erscheint dieser Nebel auf der Aufnahme eher unscheinbar. Es könnte also nicht schaden, hier noch ein paar Photonen zu sammeln, oder - noch besser - eine Kamera zu verwenden, die eine deutlich längere Belichtungszeit zuläßt.
 
Messier 1 mit Schmalbandfiltern
659×494, 20.473 Bytes

Messier 1 mit Schmalbandfiltern
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-12-25 22:06 UTC
Teleskop:         Celestron C14
Öffnung:           356 mm
Brennweite:       1290 mm (Reducer)
Öffnungsverh.:    f/3,6
Kamera:           ATiK 16IC-HS
Filter:           RGB-Filtersatz + Schmalbandfilter
Belichtung:       10,0s
Stacking:         91 (R)
Belichtung eff:   95,4s
Bias/Rauschen:    1790 ADU / 72 (76,1) RMS
Vb:               101 ×
Theor. Grenzgröße 17,0 mag
Theor. Grenz-FH   22,8 mag/"²
Bildfeld:         13,00' × 9,74'
Abbildungsmaßstab 1,18" / 1,40"² / 0,036 Lj pro Pixel
Mitwirkende:      F. X. Kohlhauf

Bedingungen:
Horizonthöhe:     63° 53'
rel. Extinktion:  0,12 mag
Seeing:           Schlecht [2-3/10]
Transparenz:      5.5 fst
Himmelshelligk.:  16,50 mag/"²
Temperatur:       -10°C

Aufnahmedetails:
R:    91 × 10s
G:    92 × 10s
B:    68 × 10s
Hα:    2 × 300s
OIII:  1 × 300s
Meßwerte:
                R       G       B      Hα   OIII
Hellste Werte : 33.076  17.032  8.888  6.765  7.225  10,64 mag
Bias          :  1.160   1.790  2.280    620  1.620
Rauschen (RMS):     60      72     90     42     70
Leitstern: 8,53m /  18' 00" OON, handgeguidet


Info:
Einen Tag nach Vollmond, schlechtes Seeing und immer wieder kräftige Windböen, die das Teleskop ganz schön durchgeschüttelt haben - das sind nicht gerade gute Bedingungen für perfekte Astroaufnahmen. Von den insgesamt 10 Aufnahmen für Hα und OIII waren nur 3 überhaupt brauchbar, und von den vielen kurzbelichteten Aufnahmen für RGB konnte nur rund die Hälfte verwendet werden. Aber immerhin zeigt diese Aufnahme weit mehr als die Ablichtung aus dem Vorjahr. Die Position des Pulsars wird eingeblendet, wenn man mit der Maus über das Vorschaubild fährt. Dieser ist jedoch auch auf der Aufnahme in voller Auflösung nur äußerst schwer zu erkennen.
 
 
 
 
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