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Planetarische Nebel - FG-Sge

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Planetarische Nebel - FG-Sge

Vor etwa 6.000 Jahren begann der Veränderliche FG Sge durch ein Helium-Schalen-Flash die äußersten Schichten seiner Atmosphäre abzustoßen. Dieses Gas ist heute als sehr lichtschwacher Protoplanetarischer Nebel um diesen Stern herum auf tief belichteten Aufnahmen zu sehen und dehnt sich heute mit einer Geschwindigkeit von rund 34 km/s aus. Im Augenblick ist FG Sge dabei, eine neue Schale seiner Atmosphäre abzustoßen, die für uns in einigen 100 Jahren sichtbar werden dürfte.

FG Sge hat nun das Stadium eines » Roten Riesen hinter sich und sollte zu einem » Weißen Zwerg schrumpfen und dabei seine Oberflächentemperatur gewaltig steigern. Doch im Laufe des vergangenen Jahrhunderts stieg seine Helligkeit bis Ende der 60-er Jahre gegen 9 mag an um dann unter starken Schwankungen bis heute stark an Helligkeit zu verlieren. Ursache ist ein sogenannter VLTP (Very Late Thermal Pulse), eine erneute nukleare Zündung, ein Helium Flash in den äußeren Schichten dieses Sterns. Zum Aufnahmezeitpunkt war von ihm nur noch ein ca. 18 mag helles, leicht rötliches Sternchen zu sehen, nicht zu verwechseln mit dem 12,3 mag hellen Stern nahe am östlichen Rand des Nebels. Bei seinen Helligkeitsschwankungen durchlief FG Sge die Spektralklassen B4 bis K2.

Visuelle Beobachtung:
Die 3 hellsten Sterne auf der Aufnahme sind im Okular eines 14 Zollers noch gut zu sehen. Von FG Sge, geschweige denn vom noch deutlich lichtschwächeren Nebel konnte ich zum Aufnahmezeitpunkt nicht einmal andeutungsweise etwas erkennen.

 
Allgemeine Objektdaten:
Objektgröße:      35´´
Entfernung:       8.150 Lj
Ausdehnung:         1,4 Lj
Helligkeit:       16,30 mag
mittlere FH:      23,79 mag/"²
Abs.Helligkeit:   4,31 mag
Koordinaten:      20h 11m 55,9s / +20° 20' 07"
Sternbild:        Pfeil (Sagitta [SGE])
 

Aufnahme & verwendete Aufnahmetechnik:

FG Sge  mit He 1-5 bzw. PK 60-7°1
330×247, 16.381 Bytes

FG Sge mit He 1-5 bzw. PK 60-7°1
Aufnahmedaten:
Aufnahmezeit:     2007-08-25 23:25 UTC
Teleskop:         Celestron C14
Öffnung:           356 mm
Brennweite:       3910 mm
Öffnungsverh.:    f/11,0
Kamera:           ATiK 16IC-HS
Filter:           RGB-Filtersatz
Einzelbelichtung: 300s
Stacking:         Einzelaufnahme
Belichtung eff:   300,0s
Vb:               307,4 ×
Theor. Grenzgröße 18,7 mag
Theor. Grenz-FH   21,7 mag/"²
Bildfeld:         2,15' × 1,61'
Abbildungsmaßstab 0,39" / 0,15"² / 975,4 AE pro Pixel
Mitwirkende:      F. X. Kohlhauf

Bedingungen:
Horizonthöhe:     51° 31´
rel. Extinktion:  0,27 mag
Seeing:           Mittel-Gut [6/10]
Transparenz:      5.5 fst
Temperatur:       14°C

Binning: 2

Info:
Die Aufnahme hinterläßt für mich eine schwierige Frage: Der offensichtlich rötliche FG Sge kann aufgrund seiner geringen Oberflächentemperatur keinen Wasserstoff ionisieren! Wodurch wird aber das rote Leuchten des Nebels verursacht? FG Sge wird auf dem Vorschaubild links markiert, wenn man mit der Maus drüberfährt.
 
 
 
 
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